Russisches Öl kontaminiert

Lieferengpässe bei Heizöl und Co. wegen verschmutzter Ölpipeline

Pipeline (Symbolbild)

Pipeline (Symbolbild)

Leipzig/Zeithain. Die verunreinigte Ölpipeline „Druschba“ hat in Ostdeutschland für Lieferengpässe im Mineralölhandel gesorgt. Die verzögerte Lieferung könnte für einige Händler existenzbedrohend werden, wie eine Sprecherin des sächsischen Brennstoff- und Mineralölhandelsverbands am Dienstag mitteilte. Wie viel Rohöl konkret fehlte, konnte die Sprecherin nicht beziffern.

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Der Verband rechnet mit einer Entspannung der Lage, wenn das Problem im Juni komplett beseitigt ist. Grund für die Engpässe war, dass das gelieferte russische Rohöl zu viele Chloride enthielt, die in Raffinerien Schaden anrichten. Rund 80 000 Tonnen verschmutzten Öls seien bereits nach Russland zurückgeschickt worden, teilte der weißrussische staatliche Ölkonzern Belneftechim in Minsk mit. Die Regierungen von Russland und Weißrussland hatten Ende voriger Woche einen Fahrplan verabschiedet, um das Problem zu beheben.

Das Bundeswirtschaftsministerium beobachtet die Lage, sieht die Versorgungssicherheit in Deutschland jedoch nicht berührt. Wie eine Sprecherin mitteilte, gebe es derzeit keine Überlegungen, staatliche Erdölreserven freizugeben.

dpa

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