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Widerstand gegen Deutsche Umwelthilfe

Laser statt Böller? Widerstand gegen Umwelthilfe

Silvesterfeuerwerk in Dresden.

Silvesterfeuerwerk in Dresden.

Leipzig. Widerstand gegen das Bemühen der Deutschen Umwelthilfe (DUH), die Silvester-Böllerei unter anderem in Leipzig, Dresden, Chemnitz, Görlitz und Zwickau zu stoppen. Die DUH hat nach eigenen Angaben 98 Städte mit hoher Feinstaubbelastung im Jahresmittel aufgefordert, die Silvester-Knallerei Stadtzentren zu verbieten. Der Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI) macht nun prompt mobil. Geschäftsführer Klaus Gotzen argumentiert, keine der von der DUH genannten Städte überschreitet den Grenzwert. „Wir haben schon in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass die DUH hier bewusst Zahlen nennt, um die Öffentlichkeit zu täuschen.“ Zudem fehle der Rückhalt in der Bevölkerung für ein solches Verbot.

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Gotzen weiter: Weder Bundesimmissionsschutzrecht noch die Landesimmissionsschutzgesetze oder die allgemeinen Polizeigesetze der Länder böten Raum, um Beschränkungen oder Verbote zu erlassen. Vielmehr sollten die in Berlin auf Basis des Polizeigesetzes ergangenen Verbotszonen nochmals auf den Prüfstand. Der VPI ist nach eigenen Angaben Sprachorgan für 21 Mitgliedsunternehmen aus Deutschland.

Die Umwelthilfe hatte argumentiert, in den betroffenen Städten werde der Grenzwert für Feinstaub den Jahresmittelwert von 20 Mikrogramm pro Kubikmeter erreicht oder überschritten. Das ist der Wert, der als gesundheitsschädigend gilt. Deshalb stellte die Organisation für weitere deutsche Städte einen formalen Antrag auf Erlass eines Feuerwerksverbotes.

Man wünsche weiterhin freudige Feste zum Jahreswechsel – „aber ohne verpestete Luft, brennende Häuser, verletzte Menschen und verängstigte Tiere durch archaische Schwarzpulver-Böllerei“, so DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Laut Umwelthilfe setzen die abgebrannten Feuerwerkskörper zum Jahreswechsel innerhalb weniger Stunden etwa 5000 Tonnen Feinstaub frei. Das entspreche 16 Prozent der jährlich im Straßenverkehr entstehenden Feinstaubmenge. Am Neujahrstag zeigten sich die Innenstädte folglich „als verwüstete und mit Böllermüll verdreckte Umwelt“. Die DHU empfiehlt als Alternative Lasershows.

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Von Roland Herold

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