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Ex-Ministerpräsident

Kurt Biedenkopf ist tot

Kurt Biedenkopf (CDU), erster Ministerpräsident von Sachsen nach der Wiedervereinigung, ist am Donnerstag gestorben.

Kurt Biedenkopf (CDU), erster Ministerpräsident von Sachsen nach der Wiedervereinigung, ist am Donnerstag gestorben.

Dresden. Der frühere sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf ist tot. Er sei am Donnerstagabend im Alter von 91 Jahren im Kreis seiner Familie friedlich eingeschlafen, teilte die Staatskanzlei in Dresden im Auftrag der Familie am Freitag mit.

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„Ein großer Sachse ist von uns gegangen“, sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) zu Ehren von Biedenkopf. „Als Ministerpräsident hat er von 1990 bis 2002 das Fundament für eine erfolgreiche Entwicklung unserer Heimat gelegt - stark in Deutschland, geachtet in der Welt, bereit für die Zukunft.“ Biedenkopf sei „der mit Abstand beliebteste Politiker des neuen Freistaates“ gewesen.

Biedenkopf kam Ende Juli in Klinik

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Laut Vize-Ministerpräsident Martin Dulig (SPD) ist mit Biedenkopf „ein großer Mensch und prägender Politiker gestorben“. Landtagspräsident Matthias Rößler bezeichnete seinen ehemaligen Weggefährten als Sachsens bedeutendste politische Persönlichkeit nach 1990. „Kurt Biedenkopf gab den Menschen Orientierung, stärkte die sächsische Identität und ermutigte zu einem neuen Selbstbewusstsein“, so Rößler.

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Auch Sachsens Grüne sprachen den Angehörigen ihr Beileid aus. „Mit ihm verliert Sachsen eine zentrale politische Persönlichkeit“, schrieb die Fraktionsvorsitzende Franziska Schubert auf Twitter.

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Biedenkopf war zuletzt gesundheitlich angeschlagen gewesen, musste sich auch in einer Klinik behandeln lassen. "Es geht ihm nicht gut. Er ist in ständiger ärztlicher Behandlung", hatte Biedenkopfs Stiefsohn Christoph Kuhbier Ende Juli der LVZ gesagt.

Drei Landtagswahlen gewonnen

Biedenkopf war am 28. Januar 1930 in Ludwigshafen zur Welt gekommen. 1973 wurde der Rechtsprofessor auf Vorschlag des damaligen Parteichefs Helmut Kohl Generalsekretär der CDU. Später avancierte er zum Rivalen Kohls. In den 1980er Jahren machte er nur noch bei der CDU Nordrhein-Westfalen von sich reden, am Ende des Jahrzehnts war Biedenkopfs politische Laufbahn im Grunde zu Ende. Doch die Wende in der DDR eröffnete ihm die Chance für ein Comeback.

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Der CDU-Politiker Lothar Späth überredete ihn, in den Osten zu gehen und sich in Sachsen um das Amt des Ministerpräsidenten zu bewerben. Sachsen erlebte unter seiner Führung in den 1990er Jahren eine Gründerzeit. Drei Mal beschaffte er der Union im Freistaat bei Landtagswahlen eine absolute Mehrheit. Die Sachsen nannten ihn „König Kurt“.

Von LVZ/jhz

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