Freiwillige Lösung angestrebt

Kretschmer: Sachsen will Oster-Gottesdienste nicht verbieten

Oster-Gottesdienst mit 200 Luftballons in der St. Laurentiuskirche in Markranstädt. (Archivbild)

Oster-Gottesdienst mit 200 Luftballons in der St. Laurentiuskirche in Markranstädt. (Archivbild)

Dresden/Berlin. Update: Dieser Text enthält einen veralteten Stand. Bund und Länder beraten aktuell (Stand: 23.3., 11.30 Uhr) noch einmal über neue Beschlüsse. Der Text wird im Laufe des Tages aktualisiert, sobald neue Informationen und Ergebnisse vorliegen.

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Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer hat klargestellt, dass sein Land den Kirchen zu Ostern Präsenz-Gottesdienste wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen nicht verbietet. In den ARD-„Tagesthemen“ sagte der CDU-Politiker am Dienstag: „Wir sollten das nicht vorgeben als Politik.“ Er habe keinen Zweifel daran, „dass die Kirchen, die Religionsgemeinschaften, einen klugen und verantwortungsvollen Weg finden werden.“

Nach dem Bund-Länder-Beschluss sind Religionsgemeinschaften gebeten, Versammlungen über Ostern nur virtuell abzuhalten. Die katholische und die evangelische Kirche wollen aber nicht ohne Weiteres auf Präsenzgottesdienste verzichten. Man sei von der Bitte überrascht worden, hatten die Deutschen Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche in Deutschland mitgeteilt.

Kretschmer: „Unpopuläre Entscheidung“

Kretschmer sagte weiter, er könne vieles an der massiven Kritik der Öffentlichkeit und auch der Unternehmen an den Beschlüssen der Bund-Länder-Konferenz verstehen. Die Entscheidung für eine fünftägige Osterruhe sei „absolut unpopulär“. Gerade weil die Maßnahmen so umstritten seien und die Bürger so erschöpft, gehe es nun um eine gute Vermittlung. „Wir dürfen jetzt nicht nachlässig werden“, sagte der CDU-Politiker. „Das wird uns diese Viruserkrankung nicht verzeihen.“

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Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs hatten vor dem Hintergrund steigender Corona-Zahlen nach zähen Verhandlungen am frühen Dienstagmorgen vereinbart, dass der allgemeine Lockdown in Deutschland bis zum 18. April verlängert werden soll. Außerdem soll es von Gründonnerstag in der nächsten Woche bis einschließlich Ostermontag zusätzliche Einschränkungen geben. In diesem „Oster-Lockdown“ wollen Bund und Länder den Gründonnerstag und den Karsamstag wie Sonn- und Feiertage behandeln. Das öffentliche, private und wirtschaftliche Leben soll von Gründonnerstag bis Montag weitgehend ruhen.

Diese Regeln gelten ab dem 1. April

Von dpa

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