Nur zehn Stimmen Vorsprung

Kreis Zwickau: Wahlergebnis bleibt Zitterpartie – Kommunalaufsicht prüft

Die Landratswahl im Kreis Zwickau wird wegen des denkbar knappen Ergebnisses noch einmal überprüft. (Symbolbild)

Die Landratswahl im Kreis Zwickau wird wegen des denkbar knappen Ergebnisses noch einmal überprüft. (Symbolbild)

Zwickau. Nach dem Wahlkrimi um den neuen Landrat im Kreis Zwickau bleibt es vorerst bei einer Zitterpartie. Das Ergebnis sei vorläufig, betonte eine Sprecherin des Landratsamtes am Montag. Zunächst würden nun die Wahlniederschriften von der Kommunalaufsicht geprüft, bevor im Laufe der Woche der Kreiswahlausschuss zusammentrete, um das endgültige Ergebnis festzustellen. Es sei nicht ungewöhnlich, dass sich bei der Wahlprüfung noch Stimmänderungen ergäben - etwa dass ungültige Stimmen doch gewertet werden, hieß es.

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Am Sonntag hatte der CDU-Politiker Carsten Michaelis mit nur zehn Stimmen Vorsprung auf Dorothee Obst von den Freien Wählern die Wahl für sich entschieden. Beide kamen auf je 35,9 Prozent. "Mich macht das Ergebnis stolz", sagte die Bürgermeisterin von Kirchberg am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Sie wolle nun das Ergebnis der Kommunalaufsicht und des Kreiswahlausschusses abwarten. Unregelmäßigkeiten bei der Wahl sehe sie nicht.

Geringe Wahlbeteiligung hat Auswirkungen

Einen Wechsel ins Landratsamt etwa als Beigeordnete schloss Obst aus. „Ich bleibe Bürgermeisterin, das bin ich mit Leib und Seele.“ Aus ihrer Sicht sei die geringe Wahlbeteiligung das Zünglein an der Waage gewesen. Die hatte im Landkreis Zwickau bei nur 28,9 Prozent gelegen. Nach dem knappen Rennen seien die Freien Wähler gestärkt für die kommenden Kommunalwahlen, betonte Obst.

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Er blicke mit „großer Dankbarkeit und großer Demut“ auf das Ergebnis, schrieb Michaelis in der Nacht auf Facebook. „Die Aufgaben, die vor uns liegen, sind enorm. Gemeinsam werde ich mit allen Akteuren für einen modernen Landkreis arbeiten und dabei stets das Ohr nah an den Menschen vor Ort haben.“

Der bisherige Landrat Christoph Scheurer (CDU) war aus Altersgründen nicht erneut angetreten. Mit 31 Jahren im Amt ist er der dienstälteste Landrat Sachsens.

Von RND/dpa

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