Insolvenz

Gebäudereiniger R+S ist pleite – Leipzig und Dresden nicht betroffen

Auch in Sachsen sind die Gebäudereiniger von R+S unterwegs.

Auch in Sachsen sind die Gebäudereiniger von R+S unterwegs.

Hannover/Leipzig. Der Gebäudereiniger R+S, der auch in Leipzig, Dresden und Riesa vertreten ist, meldet Insolvenz an. Die sächsischen Standorte seien aber nicht betroffen, erklärte das Unternehmen auf Nachfrage. Es handle sich um eine eigene Tochter, „die bisher keinen Insolvenzantrag gestellt hat“, so eine Sprecherin des Unternehmens.

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In der Zentrale in Hannover dagegen hat seit Montag der Insolvenzverwalter das Sagen. „Wir werden den Geschäftsbetrieb nahtlos fortführen“, sagte Justus von Buchwaldt unmittelbar nach seiner Ernennung zum Insolvenzverwalter. Alle Verträge würden weiter erfüllt und auch neue Kunden angenommen. Die Mitarbeiter erhalten nun zunächst drei Monate Insolvenzgeld von der Arbeitsagentur.

Diese Zeit wolle er nutzen, um das Unternehmen zukunftsfest zu machen, kündigte von Buchwaldt am Firmensitz in Hannover an. „Das Unternehmen hat ein funktionierendes Geschäftsmodell, langfristige Dienstleistungsverträge und seit Jahrzehnten gepflegte Kontakte zu seinen Kunden.“ Zudem zeige sich die bisherige Geschäftsführung sehr kooperativ. „Das ist eine sehr gute Ausgangsbasis für die erfolgreiche Sanierung.“

Leipzig war 1994 erster Ost-Standort

Das 1912 in Hannover gegründet Unternehmen hat insgesamt 2.428 Mitarbeiter an zwölf Standorten bundesweit, darunter auch drei in Sachsen: Leipzig, Dresden und Riesa. Leipzig ist seit 1994 Sitz der eigenen Ost-Tochter, die anders als die Mutterfirma selbst nicht in Insolvenz ist. In Sachsen-Anhalt ist die Firma in Magdeburg vertreten, in Thüringen gibt es keine Standorte.

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Die Konzernmutter hatte am Donnerstag beim Amtsgericht Hannover Insolvenz beantragt. Grund war das Platzen der bisher laufenden Bankkredite: Das Unternehmen habe die Bedingungen der Banken für die Verlängerung der bestehenden Kreditlinien nicht rechtzeitig erfüllen könne, so der Insolvenzverwalter.

Die geschäftsführende Hauptgesellschafterin Anna-Maria Fux appellierte an ihre Mitarbeiter, trotz der Insolvenz im Unternehmen zu bleiben. „wir zahlen faire Löhne nach Tarif und haben ein entsprechend motiviertes Personal“, so Fux. „Wir setzen auf die Loyalität unserer Mitarbeiter, dann haben wir beste Chancen, gestärkt aus dieser Krise herauszukommen.“

(In der ersten Version des Artikels hieß es irrtümlich, dass auch die Standorte in Sachsen von der Insolvenz betroffen sind. Das Unternehmen stellte inzwischen klar, dass für die Standorte Leipzig, Dresden und Riesa kein Insolvenzverfahren läuft.)

Von Frank Johannsen

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