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Finanzielle Notlage

Freiberger Feuerwerk-Hersteller Weco vor dem Aus: Unternehmen bestätigt Schließungspläne

Künftig wird in Freibergwohl kein Feuerwerk mehr hergestellt.

Künftig wird in Freibergwohl kein Feuerwerk mehr hergestellt.

Freiberg.Rund 100 Beschäftigte des Feuerwerk-Herstellers Weco in Freiberg müssen um ihre Jobs bangen. Der Betriebsrat sei darüber informiert worden, dass eine Schließung des Standortes aus Sicht der Gesellschafter unumgänglich sei, teilte das Unternehmen mit Sitz im nordrhein-westfälischen Eitorf am Donnerstag mit. Weitere Details - etwa ein genauer Zeitpunkt für das Ende - könnten aufgrund interner Abstimmungen noch nicht genannt werden.

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Kosteneinsparungen dringend notwendig

Den Angaben zufolge gilt an allen drei Weco-Standorten in Deutschland seit Jahresbeginn Kurzarbeit - neben Freiberg sind das Eitorf und Kiel. Hintergrund ist das Verkaufsverbot für Silvesterfeuerwerk Ende vorigen Jahres wegen der Corona-Pandemie. Dies habe das Unternehmen in die größte Krise seit seiner Gründung 1948 gestürzt, hieß es in einer Mitteilung. Das Silvestergeschäft mache 95 Prozent des Jahresumsatzes aus. Zum Wegfall dieser Erlöse kämen nun erhebliche Lagerkosten.

„Um überhaupt weiter handlungsfähig zu sein, sind nachhaltige Kosteneinsparungen nötig“, erklärte der geschäftsführende Gesellschafter Thomas Schreiber. Dazu werde auch die Schließung des Werks in Freiberg erwogen. Es ist den Angaben zufolge mit 550 000 Quadratmetern der flächenmäßig größte Standort des Unternehmens. Neben Feuerwerk produziert dort die Tochterfirma SF-Automotive Granulate für die Airbag-Produktion. Diese Beschäftigten sind laut einem Sprecher nicht von den Schließungsplänen betroffen.

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Zusammenarbeit mit Wirtschaftsministerium

Um Lösungen für den Standort in Freiberg zu finden und die Folgen einer Schließung für die Menschen vor Ort abzumildern, gibt es nach Worten von Weco-Finanzgeschäftsführer Jürgen Bluhm Kontakt zu Sachsens Wirtschaftsministerium. Zudem würden mit anderen Unternehmen neue Beschäftigungsmöglichkeiten für die Mitarbeiter ausgelotet.

Von RND/dpa

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