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Frühere AfD-Chefin kritisiert Energiewende

Frauke Petry will Atomkraftwerk in der Lausitz bauen lassen

Frauke Petry bei einer Pressekonferenz ihrer Splitterpartei Mitte Mai in Leipzig.

Frauke Petry bei einer Pressekonferenz ihrer Splitterpartei Mitte Mai in Leipzig.

Leipzig.Frauke Petry setzt sich für den Bau eines neuen Atomkraftwerkes in der Lausitz ein. Wie die frühere AfD-Parteisprecherin und heutige Bundestagsabgeordnete der Splittergruppe Die Blaue Partei am Mittwoch erklärte, wolle sie mit Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) über einen Standort für ein neues Kernkraftwerk in der Region sprechen. „Das wäre technologieorientierte Politik, die das Land und die Umwelt voranbringt“, teilte die Rechtspopulistin mit. Zugleich kritisierte sie die geplante Strukturpolitik der sächsischen Landesregierung in der Braunkohle-Region. „Was sie nun sehen, sind Politiker, die das Land mit einer wirtschaftlich irrsinnigen und ökologischen katastrophalen Energiewende in den Ruin treiben und das mit allerlei kostspieligen Tinnef aus Steuergeldern zu verzieren versuchen“, so Petry weiter.

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Bei einer gemeinsamen Kabinettssitzung am Dienstag in Hoyerswerda hatten Sachsens Ministerpräsident und Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) über den Kohleausstiegs in der Region beraten. Sowohl Woidke als auch Kretschmer sehen den kommenden Umbruch als Chance. „Wir wollen aus dieser Region etwas richtig Gutes machen“, betonte Kretschmer.

Zu den am Dienstag zwischen beiden Bundesländern getroffenen Vereinbarungen gehören unter anderem die gemeinsame Investorensuche im Tagebau-Revier sowie eine Kooperation auf dem Gebiet der Industriekultur. Das Lausitzfestival soll zu einem länder- und spartenübergreifenden Kunstfestival entwickelt werden.

Von Matthias Puppe

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