Rückzug von Parteispitze

Dulig blickt selbstkritisch auf Zeit als sächsischer SPD-Chef

Martin Dulig (SPD), Wirtschaftsminister von Sachsen, steht während eines Pressestatements vor dem Sächsischen Landtag.

Martin Dulig (SPD), Wirtschaftsminister von Sachsen, steht während eines Pressestatements vor dem Sächsischen Landtag.

Leipzig. Sachsens SPD-Chef Martin Dulig hat nach seinem angekündigten Rückzug von der Parteispitze selbstkritische Töne angeschlagen. Es sei ihm bewusst, dass es ein Fehler von ihm war, zu wenig in der SPD präsent gewesen zu sein, sagte Dulig am Samstag bei einem Stadtparteitag in Leipzig. Wenn neue Leute die Parteiführung übernähmen, gehe es auch darum, „deutlich sichtbarer vor Ort“ zu sein. Dulig ist seit zwölf Jahren SPD-Chef in Sachsen. Vor einer Woche hatte er überraschend angekündigt, nicht erneut für den Parteivorsitz kandidieren zu wollen.

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Die sächsische SPD habe zuletzt ihre Handlungsmöglichkeiten stark eingeschränkt, sagte der 47-Jährige. Anderthalb Jahre Pandemie seien nicht spurlos an der Partei vorbeigegangen. Man dürfe aber auch nicht alles auf Corona schieben. In der neuen Parteiführung, die im Herbst gewählt werden soll, werde es darum gehen, Verantwortung zu übernehmen und Verantwortung zu teilen.

Die SPD ist in Sachsen an der Regierung beteiligt. Bei der vorigen Landtagswahl 2019 schnitt sie allerdings historisch schlecht ab und kam gerade noch auf 7,7 Prozent.

Von RND/dpa

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