Tarifkonflikt

Dritte Verhandlungsrunde im Einzelhandel erfolglos beendet

Jörg Lauenroth-Mago (l), Verdi-Verhandlungsführer, und Thomas Jäkel, Verhandlungsführer der Arbeitgeber.

Jörg Lauenroth-Mago (l), Verdi-Verhandlungsführer, und Thomas Jäkel, Verhandlungsführer der Arbeitgeber.

Leipzig. Auch die dritte Verhandlungsrunde im Einzel- und Versandhandel in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist ohne Ergebnis geblieben. „Die Arbeitgeber haben kein neues Angebot zum Gehalt gemacht. Auch lehnen sie einen Mindestlohn in Höhe von 12,50 Euro ab“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago am Mittwoch in Leipzig. Die Gespräche sollen am 13. September fortgesetzt werden. „Bis dahin werden wir weiterhin zu Warnstreiks in allen drei Ländern aufrufen. Es bewegt sich hier nichts, wenn wir uns nicht bewegen“, betonte Lauenroth-Mago.

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Verdi fordert für die rund 280.000 Beschäftigten eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 4,5 Prozent plus 45 Euro monatlich. Zudem verlangt die Gewerkschaft ein Mindestentgelt von 12,50 Euro pro Stunde.

Arbeitgeber verweise auf Folgen der Corona-Pandemie

Die Arbeitgeber bieten bislang einen Dreijahresabschluss und für das erste Jahr nach zwei Nullmonaten 2 Prozent, für das zweite Jahr 1,4 Prozent und für das dritte Jahr 2 Prozent. Für Unternehmen, die von der Pandemie besonders betroffen waren, sollen die Erhöhungen je zehn Monate beziehungsweise sechs Monate später gezahlt werden. Dies lehnt die Gewerkschaft entschieden ab und sieht diesen Aspekt als größten Konfliktpunkt.

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„Beide Seiten stehen vor der Herausforderung, Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln. Daran werden wir am 13. September weiterarbeiten“, sagte Knut Bernsen, Landesgeschäftsführer des Handelsverbandes Thüringen. Konkrete Details zu der Verhandlungsrunde nannte er nicht.



Von RND/dpa

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