„Karambolage-Atlas“

Autounfälle: In Sachsen kracht es häufiger als im Bundesdurchschnitt

In Sachsen war im Jahr 2019 jeder zehnte Fahrzeughalter in einen Unfall verwickelt. (Symbolbild)

In Sachsen war im Jahr 2019 jeder zehnte Fahrzeughalter in einen Unfall verwickelt. (Symbolbild)

Leipzig. In Sachsen ist es 2019 im bundesweiten Vergleich zu überdurchschnittlich vielen Autounfällen gekommen. Das geht aus dem am Dienstag veröffentlichten "Karambolage-Atlas 2020" des Versicherungskonzerns Generali hervor.

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Demnach sank in Deutschland die Schadenshäufigkeit im Vergleich zu 2017 von 11,7 auf 9,1 Fälle pro 100 Fahrzeughalter. 2019 war also nur noch jeder elfte statt wie zwei Jahre zuvor jeder neunte von Schäden am Fahrzeug betroffen, was laut Roland Stoffels von Generali vor allem an neuen Assistenzsystemen und Hilfsvorrichtungen liegt. Dafür seien die Schadenssummen größer geworden und von durchschnittlich 2300 auf 2350 Euro gestiegen – ebenfalls aufgrund der Hilfsvorrichtungen, die für höhere Reparaturkosten sorgen würden.

Sachsen bundesweit auf Platz sechs

Sachsen liegt mit einer Unfallquote von 10,0 Fällen auf 100 Fahrzeughalter über dem Bundesdurchschnitt. Der Freistaat kommt auf Platz sechs der Länder mit den meisten Karambolagen gemessen an der Anzahl der Fahrzeuge – und auf Platz eins im Osten. Die Stadtstaaten Hamburg (12,0) und Berlin (11,7) liegen erwartbar auf den ersten zwei Plätzen, es folgen Nordrhein-Westfalen (10,7), Bremen (10,3) und Schleswig-Holstein (10,2). Die niedrigste Quote wurde in Brandenburg ermittelt, sie liegt dort nur bei 7,6.

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Besonders viele Unfälle ereignen sich laut Generali mit sogenannten „Premium-Marken“. Die Topplätze belegen BMW mit einer 14,4-prozentigen Schadenshäufigkeit und Audi mit 14,1 Prozent. Weitere Erkenntnisse: Frauen bauen etwas häufiger Unfälle als Männer (10,1 Prozent und 8,6 Prozent Schadenshäufigkeit), die Sommermonate Juni und Juli bergen das höchste Unfallrisiko – und die meisten Karambolagen finden an Montagen statt (18 Prozent).

Leipzig im Sachsen-Vergleich auf Platz zwei

Innerhalb Sachsens kommt Leipzig im Kreisvergleich auf Platz zwei. In der Messestadt liegt die Schadenshäufigkeit bei 12,2 Fällen je 100 Kraftfahrzeuge. Lediglich in Chemnitz liegt die Unfallquote mit 14,4 noch höher. Dresden liegt mit 11,1 auf dem dritten Platz.

Für die Statistik wurden 270.000 Kfz-Schadensfälle aus dem Jahr 2019 ausgewertet. Eine interaktive Karte mit Daten zu allen Landkreisen findet sich auf der Webseite von Generali.

Von CN

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