„Tote Mädchen lügen nicht“: Neuseeland zieht Konsequenzen

Die Schauspielerin Katherine Langford als Hannah Baker in der Serie „Tote Mädchen lügen nicht“.

Die Schauspielerin Katherine Langford als Hannah Baker in der Serie „Tote Mädchen lügen nicht“.

Wellington. In Neuseeland sollen Teenager unter 18 die weltweit erfolgreiche TV-Serie „Tote Mädchen lügen nicht“ („Thirteen Reasons Why“) nur noch im Beisein der Eltern oder anderer Erwachsener anschauen. Die neuseeländische Medienaufsichtsbehörde OFLD fürchtet, dass damit vor allem junge Mädchen zum Suizid angestiftet werden könnten. Die Serie mit insgesamt 13 Folgen ist eine neue Produktion des amerikanischen Streaming-Dienstes Netflix. Grundlage dafür ist der gleichnamige Bestseller des US-Schriftstellers Jay Asher.

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In Buch und Serie geht es um den Suizid der Schülerin Hannah Baker an einer amerikanischen High School. Nachdem sie sich das Leben genommen hat, werden Kassetten gefunden, in denen sie Vorwürfe gegen Familie, Freunde und Mitschüler erhebt. Neuseeland gehört weltweit zu den Ländern mit den höchsten Suizid-Raten unter Jugendlichen.

„Tote Mädchen lügen nicht“ bricht Twitter-Rekorde

Das neuseeländische Amt zur Klassifizierung von Film und Literatur (Office of Film and Literature Classification) verfügte deshalb am Donnerstag die Altersbeschränkung. Darin heißt es: „Ein Suizid sollte für niemanden als Ergebnis eines mit klarem Kopf gefassten Gedankens dargestellt werden.“ Der stellvertretende Leiter der Behörde, Jared Mullen, sagte: „Im echten Leben kommen die meisten Menschen über Selbstmordabsichten hinweg.“

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Die Serie sorgt weltweit für Diskussionen, vor allem unter Teenagern. Im Kurznachrichtendienst Twitter finden sich bereits mehr als elf Millionen Einträge dazu. Damit ist sie die meistdiskutierte Serie bei Twitter.

Von RND/dpa

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