Erst Hälfte der Episoden produziert

Netflixserie „God‘s Favorite Idiot“: Gott will witzig sein, und Melissa Carthy hilft ihm dabei

Der Erleuchtete braucht Hilfe: Amily (Melissa McCarthy) rettet ihren Kollegen Clark (Ben Falcone) vor einem wütenden Mob.

Der Erleuchtete braucht Hilfe: Amily (Melissa McCarthy) rettet ihren Kollegen Clark (Ben Falcone) vor einem wütenden Mob.

Weil Satan mal wieder versucht, die Kontrolle zu übernehmen, holt sich Gott Hilfe von den Menschen: Dass er ausgerechnet einen überschaubar leidenschaftlichen Techniker zu seinem Adjutanten macht, scheint auf den ersten Blick nicht der cleverste Schachzug. Doch Clark kann auf die Unterstützung seiner Bürokollegen bauen und zieht als „God‘s Favorite Idiot“ ab 15. Juni bei Netflix in die apokalyptische Schlacht. Aber erst nach der Kaffeepause.

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Dass ein ziemlich langweiliger Katzenliebhaber wie Clark zum Botschafter Gottes erkoren wird, das muss natürlich kuriose Auswirkungen auf seinen Alltag haben. Erst recht, wenn die achtteilige Serie aus der Feder von Ben Falcone stammt, der auch gleich die Titelrolle übernimmt und seine Ehefrau Melissa McCarthy als Büro-Derwisch Amily ins Boot holt. Für die beiden ist es nicht die erste Zusammenarbeit vor der Kamera, Falcone hatte immer wieder kleinere Rollen in McCarthys Kinohits („Brautalarm“, „Taffe Mädels“) und seiner Frau ganze Filme auf den Leib geschrieben und inszeniert („Tammy“, „The Boss“, „Thunderforce“).

Das ganze Büro hilft Gott

Nun spielen die beiden in einer Mischung aus „The Office“ und „Dogma“ zwei Kollegen, die sich heimlich verehren, als Clark von einer göttlichen Eingebung getroffen wird und beginnt, buchstäblich zu leuchten. An Arbeit ist unter diesen Umständen natürlich nicht zu denken: Und so sitzt die halbe Bürobelegschaft fortan am Konferenztisch und schmiedet Pläne, wie sich Lichtgestalt Clark am besten vermarkten lässt.

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Sein Glühen ist freilich mehr als ein Taschenspielertrick des Allmächtigen. Das wird Clark, Amily und einer Handvoll Mitstreiter aber erst klar, als ein Engel (Yanic Truesdale) sie in die göttlichen Pläne einweiht, Satan (Leslie Bibb) auf dem Motorrad durch die USA brettert und plötzlich die vier ReiterInnen der Apokalypse vor ihnen stehen.

Erst die Hälfte der geplanten Episoden produziert

Göttliche Unterhaltung oder satanisches Vergnügen? „God‘s Favorite Idiot“ ist auf den ersten Blick eine archetypische Falcone-McCarthy-Nummer: temporeich, wortgewaltig und absurd. Kommt hinzu, dass der bevorstehende Weltuntergang mit hübschen Spezialeffekten wie einem brennenden See angekündigt wird.

Aber reicht es auch, um eine Serie zu tragen, dass sich Amily immer wieder in einen Rausch quasselt und im Büro freimütig ihren Kokainkonsum protokolliert oder den Kollegen berichtet, sich selbst K.O.-Tropfen verabreicht zu haben? Netflix hat die Produktion der Serie in Australien jedenfalls Medienberichten zufolge nach der Hälfte der geplanten 16 Episoden gestoppt.

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RND/Teleschau

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