Revolution? MTV reformiert die „Movie Awards“

Für ihre Darstellung in „Die Schöne und das Biest“ bekam Emma Watson den Preis als „Bester Schauspieler“.

Für ihre Darstellung in „Die Schöne und das Biest“ bekam Emma Watson den Preis als „Bester Schauspieler“.

Los Angeles. Bei der Verleihung des MTV Filmpreises sind erstmals Auszeichnungen unabhängig vom Geschlecht vergeben worden. Darstellerin Emma Watson wurde bei der Gala am Sonntagabend entsprechend als „Bester Schauspieler“ ausgezeichnet – die Kategorie „Beste Schauspielerin“ entfiel. Neben der Regel zur Geschlechtergleichberechtigung wurden auch erstmals TV-Serien ausgezeichnet, zuvor war der Preis nur Filmen vorbehalten.

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In der Schauspielerei gehe es darum, sich in eine andere Person einzufühlen, sagte Watson beim Empfang des Preises für ihre Darstellung in „Die Schöne und das Biest“. „Das muss nicht in zwei Kategorien unterteilt werden.“ Der zweite große Preis ging an die 13 Jahre alte Schauspielerin Millie Bobby Brown. Sie wurde für ihre Rolle als Eleven in der Netflix-Serie „Stranger Things“ geehrt.

Zum ersten Mal vergeben wurde auch der Preis „Bester Kampf gegen das System“ an den Film „Hidden Figures“, der von einem Team afroamerikanischer Mathematikerinnen erzählt, die einen wesentlichen Teil zur Forschung in den frühen Jahren des Nasa-Raumfahrtprogrammes beitrugen. Die Mission der Filmemacher sei gewesen, kulturelle Märchen zu widerlegen, sagte eine der Schauspielerinnen, Taraji P. Henson. „Damit kein weiteres Mädchen damit aufwächst, zu denken, dass es nicht schlau genug ist, Mathe und Naturwissenschaft zu verstehen.“

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Adam DeVine führte durch das Programm

Die Schauspielcrew von „Fast and Furious“ wurde mit dem Generationen-Preis bedacht. Schauspieler Vin Diesel dankte der Generation von Fans, die ein multikulturelles Filmprojekt akzeptiert hätten. Dabei sei es egal gewesen, welche Hautfarbe jemand gehabt habe oder aus welchem Land er stamme. „Wenn man Familie ist, ist man Familie“, so Diesel.

Trevor Noah, der „The Daily Show“ im US-Sender Comedy Central präsentiert, wurde als „Bester Moderator“ ausgezeichnet. Jeden Tag strebe er danach, so wie seine Mutter zu sein. Diese sei eine starke, schwarze Frau, die nicht zugehört habe, wenn andere ihr gesagt hätten, dass sie nicht mehr erreichen könne. „Danke Donald Trump für die Comedy“, sagte er zudem an den US-Präsidenten gewandt.

Komiker Adam DeVine führte durch das Programm. Dabei bezeichnete er sich als fortschrittlich denkende Person, die gut auf das Thema Geschlechtergerechtigkeit eingehen könne. Er sagte: „Ich liebe Hugh Jackman, aber ich nenne ihn Hugh Jack-Person.“ Jackman war zusammen mit Dafne Keen für die beste Duo-Darstellung in dem Film „Logan“ ausgezeichnet worden. Der Preis für die meisten Zuschauertränen ging an die US-TV-Serie „This Is US“, der beste Kuss ging an die Darsteller von „Moonlight“, Ashton Sanders und Jharrel Jerone.

Bei der Ansage des Films des Jahres sorgten Komikerin Amy Schumer und Goldie Hawn für eine Persiflage der Panne bei der Oscar-Verleihung. Zunächst erklärten sie „La La Light“ oder „Moonland“ hätten gewonnen – tatsächlich heißen die Filme „La La Land“ und „Moonlight“ – und riefen schließlich den wahren Sieger aus, „Die Schöne und das Biest“.

Von RND/dpa

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