„Viva la Diva – Wer ist die Queen?"

Kontroverser Comedian Faisal Kawusi gewinnt Drag-Show – RTL distanziert sich

Im Kostüm der "Madame Lestrange" steckte Faisal Kawusi.

Im Kostüm der "Madame Lestrange" steckte Faisal Kawusi.

Die Sendung war kaum vorbei, da war das Statement auch schon online: Nachdem Faisal Kawusi am Montagabend als Sieger aus dem RTL-Format „Viva la Diva – Wer ist die Queen?“ hervorgegangen ist, stellte der Kölner Sender auf Plattformen wie Instagram und Twitter klar: „Wir distanzieren uns von den Aussagen, die Faisal Kawusi im April auf Social Media getätigt hat. ‚Viva La Diva‘ wurde bereits im März 2022 aufgezeichnet.“

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RTL stehe „für Vielfalt und Toleranz ein“, heißt es weiter. „Gemeinsam mit allen Beteiligten transportieren und feiern wir diese Botschaft im Rahmen der Show. Für Diskriminierung und Respektlosigkeit gibt es hier keinen Platz, da sind sich alle Beteiligten einig.“

In der Sendung hatten Stars wie Olivia Jones und Jana Ina Zarella herausfinden sollen, welche männliche Berühmtheit als Drag Queen vor ihnen steht. Mit dabei war auch Faisal Kawusi, der für seine vorab einstudierten Auftritte als Madame LeStrange von einer Jury, bestehend aus den fünf Drag Queens Bambi Mercury, Laila Licious, Catherrine Leclery, Ivanka T. und Pam Pengco, auf den ersten Platz gewählt wurde.

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„Faisal Kawusi hat da absolut NICHTS zu suchen“

Kawusi hatte im April für Schlagzeilen gesorgt, als er in einem Kommentar unter einem Instagram-Post der Komikerin Joyce Ilg einen Witz über den Missbrauch von K.o-Tropfen machte und seine Aussage schließlich in einer Instagram-Story verteidigte. In den sozialen Medien zeigten sich viele Zuschauerinnen und Zuschauer des neuen RTL-Formats deshalb irritiert über den Auftritt des 30-Jährigen.

„‚Viva La Diva‘ als Sendung war wirklich nicht schlecht, aber ich hoffe doch sehr, dass die bereits vor einer ganzen Weile aufgezeichnet wurde. Ansonsten kann ich absolut nicht nachvollziehen, wie man Faisal Kawusi ausgerechnet da eine Plattform geben kann“, schrieb etwa ein aufgebrachter Twitter-User.

Eine weitere Nutzerin bemängelte, dass der Comedian ausgerechnet in einer Show, die im Rahmen der RTL-„Woche der Vielfalt“ unter dem Motto „Vielfalt Verbindet“ stattfand, auftreten durfte. „Wie passt das zusammen?“, fragte sie. Das sahen andere ähnlich: „Faisal Kawusi hat da absolut NICHTS zu suchen. NICHTS“, lautete das Fazit einer Zuschauerin auf Twitter.

„Viva la Diva“: Platz zwei für Mickie Krause

Bevor mit Faisal Kawusi also ausgerechnet der kontroverseste Teilnehmer des Formats von Mario Barth – der zu diesem Zweck ebenfalls als Drag Queen auftrat – den Siegespokal überreicht bekam, hatten bereits sechs Kandidaten ihre Identität enthüllt. Durch die Sendung führte Fernsehkoch Tim Mälzer („Kitchen Impossible“). Er präsentierte die sieben männlichen, berühmten – zunächst geheimen – Teilnehmer, die sich im Vorfeld einem von der Kamera begleiteten „Drag-Over“ unterzogen hatten und nun in schrillen, bunten Looks performen durften.

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Doch damit nicht genug: Zwei Rate-Teams mussten herausfinden, um wen es sich bei den Queens handeln könnte. Rätseln durften Jorge González, Jana Ina Zarrella, Olivia Jones und Tahnee, die den wahren Identitäten mithilfe von Hinweisen in Kostüm- und Musikwahl auf die Schliche kommen sollten. Das war jedoch gar nicht so einfach: So vermutete Olivia Jones sogar, dass sich hinter der Zweitplatzierten, Minnie De la Cruise, ein Oscar-Gewinner verbergen könnte. „Ich habe einen Geistesblitz. Bond! Ich glaube, das ist ein Schauspieler, Christoph Waltz. International denken!“ Tatsächlich steckte unter dem aufwendigen Make-Up, der blonden Perücke und dem Glitzerkleid Ballerman-Star Mickie Krause.

Den dritten Platz ergatterte „stern TV“-Moderator Steffen Hallaschka, der als Supa Nova der Menge einheizte. Zuvor war Schlagersänger Bernhard Brink enttarnt worden, dem das Lip-Syncing als Titania Diamond zuvor sichtlich schwergefallen war. Platz fünf ging an Ex-„Volle Kanne“-Moderator Ingo Nommsen alias Kandy Rock, der ehemalige Fußballprofi David Odonkor alias Lil Sista flog als erster raus.

RND/Teleschau

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