Journalist 13 Stunden festgehalten

„Gefahr für Russland“: „Bild“-Reporter wird in Moskau die Einreise verweigert

Das Logo der Boulevardzeitung „Bild“.

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Einem Journalisten der „Bild“-Zeitung ist eigenen Angaben zufolge am Montag trotz eines gültigen Visums in Russland die Einreise verweigert worden. Er sei anschließend fast 13 Stunden am internationalen Flughafen von Moskau festgehalten worden, berichtete der Reporter Peter Tiede. Zur Begründung hieß es, er sei eine „Gefahr für die Selbstverteidigungsfähigkeit Russlands“. Auch „Bild“-Chefredakteur Johannes Boie berichtete bei Twitter von dem Vorfall.

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Er sei am Montag zum ersten Mal seit Ende März wieder nach Moskau gereist, berichtete Tiede in einem Bericht der Zeitung. Bei der Passkontrolle sei ihm dann aber nach einstündiger Wartezeit die Einreise verweigert worden. Ein Grenzbeamter habe ihm auf Nachfrage mitgeteilt, es liege ein Vermerk des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB vor, demzufolge Tiede als eine „Gefahr für die Verteidigungsfähigkeit Russlands“ eingestuft sei. Er dürfe 900 Tage lang nicht einreisen. 13 Stunden habe er anschließend in einem abgesperrten Bereich auf einen Rückflug nach Berlin warten müssen, wo er am Dienstag wieder ankam.

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Laut deutscher Botschaft sei es der erste bekannte Fall dieser Art, berichtet die „Bild“-Zeitung. Bereits seit Monaten ist in Russland die Internetseite der Boulevardzeitung gesperrt.

RND/seb

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