„Schädliche Inhalte“ entfernt

Facebook, Twitter und Youtube löschen Videos von Attentat auf Abe

Rettungskräfte am Tatort.

Rettungskräfte am Tatort.

London. Social-Media-Plattformen haben mit der Entfernung von Aufnahmen des tödlichen Attentats auf den früheren japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe begonnen. Twitter, der Facebook-Mutterkonzern Meta und andere Anbieter begründeten ihr Vorgehen am Freitag mit Verstößen gegen Regeln für schädliche Inhalte.

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Verschiedene Aufnahmen der Attacke des Schützen, der zwei Mal mit einer selbst gefertigten, zweiläufigen Waffe auf Abe schoss, zirkulierten in den Netzwerken. Einige zeigten nur die Momente vor und nach den Schüssen, andere dagegen beide Schüsse.

Auf Abe, der im Jahr 2020 als Ministerpräsident zurückgetreten war, wurde kurz nach dem Beginn einer Rede in der Stadt Nara im Westen des Landes von hinten geschossen. Er wurde in ein Krankenhaus geflogen und später für tot erklärt. Der mutmaßliche Schütze wurde am Tatort festgenommen.

Twitter bittet, bedenkliches Material zu melden

Twitter erklärte, die dafür zuständigen Mitarbeiter arbeiteten daran, „schädliche Inhalte“ im Zusammenhang mit der Attacke anzugehen, indem „proaktiv“ Material entfernt werde, das gegen die Plattformregeln verstoße. Dies schließt Beschränkungen sensibler Medieninhalte, etwa aufgrund von Gewalt, ein.

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Twitter appellierte an Nutzerinnen und Nutzer, potenziell bedenkliches Material zu der Attacke zu melden, um dagegen vorgehen zu können. Videos des Angriffs waren in dem Kurznachrichtendienst jedoch auch Stunden nach dem Attentat noch leicht aufzufinden.

Konten des Verdächtigen bei Facebook und Twitter gesperrt

Meta erklärte, es lösche Videos, die den Moment der Attacke zeigten. Zudem seien die Konten des Verdächtigen bei Facebook und Twitter gesperrt worden. „Wir sind zutiefst traurig und schockiert über den Tod des früheren Ministerpräsidenten von Japan, Herrn Shinzo Abe“, teilte Meta mit. „Wir tolerieren nicht - und werden kein gewalttätiges Verhalten auf unserer Plattform tolerieren. Damit unsere Plattform ein sicherer Ort bleibt, um sich zu verbinden, arbeiten wir daran, alle verletztenden Inhalte im Zusammenhang mit dem Vorfall zu entfernen“, hieß es.

Meta teilte mit, es sei im Rahmen der Richtlinien für gefährliche Individuen tätig geworden und kennzeichne Fotos der Attacke als „verstörend“.

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Youtube teilte mit, seine Systeme bevorzugten Videos im Zusammenhang mit der Attacke aus „zuverlässigen Quellen“ wie Medien. Inhalte, die gegen die Regeln der Videoplattform verstießen, würden entfernt. Tiktok erklärte, das Unternehmen arbeite daran, Inhalte, Konten und Hashtags mit Bezug „zu diesem tragischen Zwischenfall“ schnell zu identifizieren und alle Inhalte und Konten zu entfernen, die gegen die Regeln verstießen.

RND/AP

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