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Angriff auf “heute-show”-Team: Welche Rolle spielt Ken Jebsen?

Der Berliner Aktivist und Moderator Ken Jebsen bei einer Demo gegen die Corona-Maßnahmen.

Der Berliner Aktivist und Moderator Ken Jebsen bei einer Demo gegen die Corona-Maßnahmen.

Berlin. Der Angriff auf ein Kamerateam der ZDF “heute-show” bei einer Demo am 1. Mai in Berlin hat für große Bestürzung gesorgt. Mehr als zwei Wochen nach dem Vorfall kommen nun weitere Details ans Licht. Nach Recherchen des Magazins “Spiegel TV” könnte dabei auch der Moderator Ken Jebsen eine Rolle spielen.

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Jebsen gehört neben Akteuren wie Attila Hildmann oder Xavier Naidoo derzeit zu den gefragtesten Figuren, wenn es um Verschwörungstheorien rund um die Corona-Pandemie geht. Eins von Jebsens Videos mit dem Titel “Gates kapert Deutschland” hat auf verschiedenen Kanälen bereits mehr als fünf Millionen Aufrufe erzielt.

KenFM warnte vor “heute-show”-Besuch

Auch am 30. April veröffentlichte der von Jebsen betriebene Kanal KenFM ein Video. Darin wird bereits einen Tag vor den geplanten Dreharbeiten der “heute-show” auf der Berliner Hygienedemo gewarnt. “Durch Zufall” habe man in Erfahrung bringen können, dass ein Kamerateam der Sendung vor Ort sein werde, sagt einer von Jebsens Mitarbeitern in dem kommentierenden Clip.

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Nach Recherchen des Magazins ist diese Information offenbar nicht ganz zufällig an das KenFM-Team gelangt. Laut dem Bericht nutzt Jebsen bereits seit Jahren ein Studio der Produktionsfirma TV United, die auch für die ZDF-“heute-show” im Einsatz war. Nur einen Tag vor der Veröffentlichung des Videos, in dem von KenFM auf die “heute-show-”Dreharbeiten hingewiesen wurde, habe dort die letzte Aufzeichnung von Jebsens Talkshow stattgefunden.

Dass man bei KenFM von den Dreharbeiten erfuhr, sei demnach wohl auf eine Indiskretion in den Reihen der Produktionsfirma zurückzuführen. Die betroffene Firma habe am 4. Mai das LKA Berlin darüber informiert, dass Ken Jebsen das Studio nutze.

Offenbar gezielter Angriff

Ermittler gehen laut “Spiegel TV” nun auch der Frage nach, ob die mutmaßlich linksradikalen Angreifer das Kamerateam gezielt attackiert hatten, weil die Produktionsfirma mit Jebsen zusammenarbeitet. Fest steht: “Wir gehen nach derzeitigem Stand der Ermittlungen davon aus, dass es sich um einen gezielten Angriff gehandelt hat, dass also das Team vorab ausgekundschaftet worden ist”, so Martin Steltner von der Berliner Staatsanwaltschaft gegenüber dem Magazin.

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Doch warum arbeitet die Produktionsfirma überhaupt mit jemandem wie Jebsen zusammen? Der Geschäftsführer des Unternehmens antwortet auf Anfrage der Sendung, Jebsen sei nur einer von vielen Kunden. Eine Kündigung des Mietverhältnisses sei rechtlich kaum möglich. Ein Motiv für einen Angriff auf das Kamerateam ergebe sich aus der Geschäftsbeziehung zu Jebsen für ihn nicht.

Mehrere Attacken auf Medienvertreter

In den vergangenen Wochen war es immer wieder zu Übergriffen auf Medienvertreter bei Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen gekommen. Am selben Tag der Attacke auf das ZDF war in Berlin auch eine Journalistin angegangen worden – offenbar von einem Polizisten. Er soll der Frau ins Gesicht geschlagen und sie verletzt haben.

Nur wenige Tage später wurde auf einer Demonstration in Berlin ein Kamerateam der ARD angegriffen. Ein Mann trat nach der Tonangel des Teams, die Polizei schritt umgehend ein. Verletzt wurde bei der Attacke niemand.

RND/msc

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