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Bahnschranke und neue Gleise

VVO bezuschusst mit 3,8 Millionen Euro Verkehrsprojekte in Radebeul und Pirna

In Höhe der Haupstraße soll die Meißner Straße samt Straßenbahngleise im Bestand grundhaft ausgebaut werden. Radebeul und DVB warten auf das Baurecht.

In Höhe der Haupstraße soll die Meißner Straße samt Straßenbahngleise im Bestand grundhaft ausgebaut werden. Radebeul und DVB warten auf das Baurecht.

Radebeul/Pirna. Der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) unterstützt Infrastrukturprojekte in Radebeul und Pirna. So stellt er 3,2 Millionen Euro zur Modernisierung der Straßenbahnlinie 4 in der Lößnitzstadt sowie in Coswig und Weinböhla zur Verfügung. Elbaufwärts fördert der VVO in der Sandstein-Stadt den Bau des langersehnten Eisenbahnüberganges vom Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) zum Bahnhof mit 600000 Euro. Das teilte VVO-Sprecher Christian Schlemper mit.

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Das Geld für die Straßenbahnlinie 4 kommt drei Projekten zugute. Hierzu zählt der grundhafte Ausbau der Meißner Straße zwischen Rennerberg- und Dr.-Külz-Straße. Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) lassen im Zuge des Straßenbaus die Gleise in dem Abschnitt erneuern. Das ist auch dringend erforderlich, dürfen die Straßenbahnen aufgrund des maroden Zustandes der Schienen in dem Bereich nur noch mit zehn Stundenkilometern fahren.

Ursprünglich sollten die Arbeiter auf der Meißner Straße in Radebeul-Mitte längst am Bauen sein. An der Finanzierung des rund sieben Millionen Euro teuren Vorhabens liegt die Verzögerung nicht – im Gegenteil: sie steht. Zwei Anrainer haben jedoch gegen den vor rund einem Jahr erlassenen Planfeststellungsbeschluss geklagt. Wegen des Rechtsstreits wurde der Baubeginn auf nächstes Frühjahr verschoben. Mit einem der Kläger konnte die Stadt eine Einigung erzielen. Mit dem anderen steht sie noch in Verhandlungen. Und vom Ausgang dieser Gespräche hängt ab, ob der Baubeginn wie geplant erfolgen kann. Im Rathaus hofft man, dass der Bauablaufplan beibehalten werden kann, wie Stadtsprecherin Ute Leder informierte. Endgültig entschieden ist dies jedoch noch nicht.

Die Einhaltung dieses Termines ist auch für die DVB von großer Bedeutung – wollen sie doch im „Sperrschatten“ der Meißner Straße die Bahnstromanlagen ab der Gleisschleife in Radebeul-West über Coswig bis nach Weinböhla erneuern. Dieses Vorhaben der DVB ist das zweite Projekt auf der Trasse der Linie 4, was die VVO bezuschusst.

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Das dritte Vorhaben ist der Bau neuer Gleise im Zuge des grundhaften Ausbaus der Meißner Straße zwischen Gleisschleife in Radebeul-Ost und der Eduard-Pilz-Straße. 2016 haben die Baupartner die Planfeststellung für diesen Abschnitt beantragt. Legt man die zuletzt übliche Bearbeitungszeit bei der Landesdirektion zugrunde, könnte im nächsten Jahr Baurecht herrschen. Die Fördermittel des VVO können die DVB bis 2021 abrufen.

In Pirna rückt ein schneller Umstieg zwischen Bus und Bahn näher. Seit über zehn Jahren müssen Reisende einen Umweg in Kauf nehmen, wenn sie zwischen den beiden Transportmitteln wechseln wollen. Rund 250 Meter ist der Fußweg durch die Bahnunterführung lang. Viel kürzer wird der Weg durch den Bahnübergang über das Gleis der Strecke nach Sebnitz. Der VVO übernimmt mit seiner Förderzusage den Eigenanteil der Sandstein-Stadt. Vom Freistaat hofft man noch auf einen Zuschuss in Höhe von 75 Prozent der Baukosten. Derzeit liegen die Planungsunterlagen für die Schrankenanlage beim Eisenbahnbundesamtes. Von der Genehmigung dieser Behörde hängt ab, wann gebaut werden kann.

Von Silvio Kuhnert

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