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Lohnerhöhungen gefordert

Streik bei Teigwaren Riesa geht weiter

Zu DDR-Zeiten war Riesa die bekannteste ostdeutsche Nudelfabrik. Nun fordern die Beschäftigten mehr Lohn.

Zu DDR-Zeiten war Riesa die bekannteste ostdeutsche Nudelfabrik. Nun fordern die Beschäftigten mehr Lohn.

Riesa.Die Streiks bei der Teigwaren Riesa GmbH gehen weiter. Am Montag informierte die Gewerkschaft Nahrung-Genuss- Gaststätten (NGG) über eine erneute Arbeitsniederlegung bei Mitarbeitern der Produktion und Technik. Die Aktion soll bis Dienstagfrüh dauern. „Auch die Beschäftigten der Verpackung legten zeitweise die Arbeit nieder. Die weitere Streikplanung für die Woche ist offen“, hieß es. Die Geschäftsführung war für eine Nachfrage nicht zu erreichen.

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Treffen mit Bürgermeisterin

Nach Angaben der Gewerkschaft sollen an diesem Mittwoch Beschäftigte im Rathaus Riesa von Finanzbürgermeisterin Kerstin Köhler empfangen werden. „Die Beschäftigten erhöhen den Druck. Das Unternehmen muss verstehen, dass sie mit der Lohnblockade bei den Beschäftigten auf Granit beißt“, erklärte Olaf Klenke von der NGG Ost. Die Gewerkschaft könne jederzeit verhandeln, wenn dazu eine ernsthafte Bereitschaft bestehe: „Nullrunde oder Prämienzahlungen sind keine Option. Wir brauchen Lohnerhöhungen und den Einstieg in die Lohnangleichung.“

Lohnlücke zu Westdeutschland schließen

Die Lebensmittelgewerkschaft fordert, die Lohnlücke von mehr als 700 Euro im Monat im Vergleich zu Nudelproduzenten in Westdeutschland auszugleichen. Das soll nach dem Willen der NGG schrittweise erfolgen. Derzeit liege die unterste Lohngruppe bei Teigwaren Riesa bei einem Stundenlohn von 9,94 Euro und damit nur 34 Cent über dem derzeitigen Mindestlohn. Etwa 80 Prozent der Beschäftigten erhielten einen Stundenlohn von 13 Euro oder weniger.

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Teigwaren-Geschäftsführer Mike Hennig hatte unlängst dargestellt, dass eine Lohnerhöhung von durchschnittlich 788 Euro für das Unternehmen finanziell nicht zu leisten sei: „Dann müssten wir Insolvenz anmelden.“ Bei dem Nudelhersteller in Riesa arbeiten etwa 150 Beschäftigte. Der Betrieb ist eine Tochter des Teigwarenherstellers Alb-Gold aus Baden-Württemberg.

Von RND/dpa

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