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Aus dem Stadtrat

Stadt Radebeul stellt mehr Geld für Sanierung der Sportstätten zur Verfügung

Von den zusätzlichen Mitteln soll unter anderem die Schwimmhalle profitieren, bei der Sanierungen bei Technik und am Baukörper notwendig werden.

Von den zusätzlichen Mitteln soll unter anderem die Schwimmhalle profitieren, bei der Sanierungen bei Technik und am Baukörper notwendig werden.

Radebeul.Ihrer Stadtbäder und Freizeitanlagen GmbH (sbf) greift die Stadt Radebeul finanziell stärker unter die Arme. Das städtische Tochterunternehmen betreibt die Sport-, Bäder- und Freizeitanlagen wie das Lößnitz- und Weinbergstadion, die Schwimmhalle und das „Krokofit“. Ab 2019 wird der jährliche Zuschuss aus dem Stadtsäckel um 75000 Euro auf 1,25 Millionen Euro erhöht. Außerdem stellt die Stadt bis zum Jahr 2032 weitere rund 4,77 Millionen Euro für Investitionen in Aussicht. Das hat der Stadtrat am Mittwochabend beschlossen, damit die sbf den Sanierungsstau bei den Sportstätten abbauen kann.

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Vor 23 Jahren war im Stadtparlament die Entscheidung gefallen, den Komplex Stadtbäder und Freizeitanlagen in einen Eigenbetrieb auszugliedern. Sämtliche nicht zu den Schulen gehörende Sportanlagen gingen zum 1. Januar 1996 von der Stadt an die neue Gesellschaft über. Die Bausubstanz war bei sämtlichen Anlagen stark sanierungsbedürftig, wie OB Bert Wendsche (parteilos) informierte.

Bis Mitte 2001 sanierte die sbf das Lößnitzstadion, das Wellenbad im Bilzbad und baute eine Dreifelsporthalle sowie das Sport- und Freizeitzentrum „Krokofit“ neu. Als „blauäugig“ bezeichnete Wendsche das damalige Vorgehen. Denn diese Investitionen wurde ohne Eigenmittel getätigt. Die sbf machte Schulden, die Verbindlichkeiten summierten sich auf rund 22,22 Millionen Deutsche Mark. Der Eigenbetrieb wurde ab 2001 selbst zu einem Sanierungsfall.

Vor allem durch städtische Hilfe konnte die sbf den Schuldenberg seitdem auf jetzt circa 4,77 Millionen Euro reduzieren. Wenn jedoch der derzeitige Finanzstatus unverändert bleibt, stehen in den nächsten Jahren nur rund 480000 Euro an Eigenmitteln für Investitionen zur Verfügung. Das sind im Schnitt 34000 Euro im Jahr. „Der Erhalt der Bestandsanlagen ist damit nicht gesichert. Das Geld reicht gerade einmal, um ein paar Sportgeräte auszutauschen. Mehr ist damit nicht machbar“, so Wendsche.

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Mit der vom Stadtrat jetzt beschlossenen Finanzspritze kann die sbf bis 2032 über 8,28 Millionen Euro verfügen. Das sind knapp 600000 Euro jährlich, die man versuchen will, mit Fördermitteln zu veredeln. Auf dieser Grundlage soll die sbf-Geschäftsführung nun im neuen Jahr einen Investitionsplan für die nächsten zehn Jahre auf die Beine stellen.

Dieses Vorgehen stieß bei den Stadtratsfraktionen SPD und Bürgerforum/Grüne auf Kritik. Sie hätten sich zuerst eine Bedarfsliste gewünscht, anhand derer der Stadtrat über Prioritäten und Bezuschussung entscheidet.

Von Silvio Kuhnert

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