Radebeul

Spendenkampagne für Sanierung des Karl-May-Museums in Radebeul

Ein Plakat mit dem Porträt des Schriftstellers Karl May hängt an einer Laterne vor seinem einstigen Wohnhaus und jetzigem Museum in Radebeul.

Ein Plakat mit dem Porträt des Schriftstellers Karl May hängt an einer Laterne vor seinem einstigen Wohnhaus und jetzigem Museum in Radebeul.

Radebeul. Das Karl-May-Museum in Radebeul bei Dresden sammelt mit prominenter Hilfe Spenden zur Sanierung der Villen Shatterhand und Bärenfett. Botschafter der Kampagne „Rettet Shatterhand!“ ist Schauspieler Gojko Mitic, der als Held vieler Indianerfilme, auch nach Karl Mays Geschichten, vor allem in Ostdeutschland Kultstatus hat, wie die Leitung des Hauses am Montag mitteilte.

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„Karl May begleitet mich seit meiner Kindheit und ich komme immer wieder zu ihm zurück“, sagte der deutsch-serbische Schauspieler und Regisseur, der sich als May-Fan für den Erhalt von dessen Erbe einsetzt. „Er wollte die Völker zueinander bringen, setzte auf Werte wie Freundschaft, Nächstenliebe und Gerechtigkeit.“

Baumängel und Platznot

Das über 90 Jahre bestehende Museum an May's einstiger Wohn- und Wirkungsstätte hat den Angaben nach Baumängel und es herrscht Platznot, nur ein Bruchteil des Bestandes kann gezeigt werden. Gut ein Viertel der Gesamtkosten des Projekts von 8,5 Millionen Euro sollen eingeworben werden.

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Karl May (1842-1912) lebte ab 1888 in Radebeul und schrieb dort wesentliche Teile seines Gesamtwerks. 1895 hatte er das Anwesen gekauft und persönlich die goldenen Lettern „Villa Shatterhand“ an der Fassade anbringen lassen.

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1926 dann war die Villa Bärenfett gebaut worden. Mays Witwe Klara hatte das Museum 1928 mit der bedeutenden Sammlung des Indianerfreundes Patty Frank zu den indigenen Völkern Nordamerikas eröffnet, um Leben und Werk ihres Mannes in Verbindung mit kulturellen Reichtümern der Menschen zu bringen, über die er schrieb. Es soll bis zum 100. Bestehen 2028 auch um einen Neubau erweitert werden.

Von Simona Block

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