Radebeul

Skurriles Lügenmuseum will Steuerbefreiung und klagt

Blick in das Lügenmuseum von Reinhard Zabka.

Radebeul. Das private Lügenmuseum Radebeul möchte auf ehrlichem Weg als Museum anerkannt und damit von der Umsatzsteuer befreit werden. Das bekräftigte Inhaber Reinhard Zabka am Mittwoch auf Nachfrage. Hintergrund ist eine Entscheidung des Landesamtes für Museumswesen in Sachsen, das den Radebeulern bisher den Museumsstatus vorenthält. Dagegen klagt Zabka nun vor dem Verwaltungsgericht Dresden.

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Performance-Künstler Zabka argumentiert unter anderen, dass sein Projekt früher in Brandenburg als Museum von der Steuer befreit war. Das Landesamt für Museumswesen Sachsen verweist auf die Definition des Museumsrates ICOM (International Council of Museums), wonach Galerien und Einrichtungen vom Radebeuler Format wichtige Merkmale musealer Arbeit wie das Bewahren, Dokumentieren und Forschen fehlen.

Zabka lässt sich von solchen Überlegungen nicht beirren. Am Mittwoch verbreitete er ein Foto seiner Katze Sixtina von Güterfelde, die inoffiziell als Direktorin des Lügenmuseums amtiert. Die Katze ist dabei zu sehen, wie sie beim „Studium“ der Gerichtsakten entschlossen in den Schließbügel eines Ordners beißt. Zabka sieht seinen Stubentiger nun im Rechtsstreit mit dem Freistaat verbissen.

Das Lügenmuseum präsentiert eine skurrile Sammlung von Objekten und Installationen - für Zabka „Reliquien einer traumatisch eingestürzten Inneneinrichtung namens DDR“. Den 1. April will das Museum ohne Status mit einem „Weltlügenball“ begehen.

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