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Sensationsfund

Silberschatz im Schloss Lauenstein entdeckt – Dresdner Experten sollen Münzen untersuchen

Einige der gefundenen Münzen sind über 400 Jahre alt.

Einige der gefundenen Münzen sind über 400 Jahre alt.

Dresden/Müglitztal.Ein Bauarbeiter hat bei Sanierungsarbeiten auf Schloss Lauenstein im Osterzgebirge 236 Münzen gefunden – überwiegend Silberlinge. Anhand des Prägungsdatums konnten einige Taler auf das Jahr 1625 datiert werden, ältere sind sogar über 400 Jahre alt. Sie stammen aus Sachsen, der Schweiz und aus Nürnberg.

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„Man hofft ja immer, dass hier im Schloss etwas Historisches zutage kommt, aber das ist schon eine Sensation“, meint Gabriele Gelbrich, die das Osterzgebirgsmuseum im Schloss leitet. Die Taler befinden sich allesamt augenscheinlich in gutem Zustand, heißt es aus dem Schloss Lauenstein. An einigen Münzen gebe es noch kleine textile Anhaftungen, die darauf schließen lassen, dass die Münzen in einem Stoffsäckchen verstaut waren.

Vermutlich hatte ein ehemaliger Schlossbewohner seine Ersparnisse im Zuge des 30-jährigen Krieges unter den Dielen im Vorschloss versteckt. Damals zogen plündernde Söldner in der Region umher. Die Räume waren noch bis vor vier Jahren bewohnt, zuletzt wurde der kleine Raum als Kinderzimmer genutzt.

Der Finder von der Baufirma Zier hat die Münzen in einem kleinen Pappkarton beim Schlossmuseum abgegeben. Dort wurden sie gesichtet, der Fundort dokumentiert. Derzeit werden die Taler zum Schutz vor Diebstahl an einem geheimen Ort aufbewahrt. Demnächst sollen sich Fachleute des Münzkabinetts Dresden dem Silberschatz widmen. „Wichtig für die Datierung eines Fundes ist das Alter der jüngsten Münze. Und das können wirklich erst die Experten bestimmen. Das Münzkabinett ist in Sachsen für derartige Münzfunde die zuständige Institution“, teilt das Schloss Lauenstein mit.

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Das Fachpersonal aus Dresden soll auch den Wert des Schatzes ermitteln. „Mitte August wird sich das Münzkabinett mit den Lauensteinern beraten, wie weiter vorzugehen ist“, sagt Anja Priewe, Sprecherin des Münzkabinetts.

Gelbrich hofft indes, dass der Freistaat zustimmt, den Schatz auf Schloss Lauenstein auszustellen: „Es würde uns sehr freuen, wenn die Münzen nach der Untersuchung in Dresden einen Platz im Schlossmuseum finden.“

Von Junes Semmoudi

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