Unglück oberhalb des Königsees

Sachsen sterben beim Baden am Königsbachfall in Bayern

Blick auf die Unglückstelle am Königsbachfall.

Alarmierte Rettungskräfte konnten nur die leblosen Körper der Männer bergen. (Symbolbild)

Königssee. Bei einem tragischen Badeunfall oberhalb des berühmten Königsees (Berchtesgadener Land) sind am Dienstag zwei Männer aus der Nähe von Bautzen ums Leben gekommen. Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd gegenüber der LVZ erklärte, waren die beiden 21-Jährigen im sogenannten Königsbachfall – einem Wasserfall mit mehreren natürlichen Zwischenbecken – schwimmen gegangen.

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Dabei hatten die jungen Männer das zu dieser Jahreszeit stark einströmende Schmelzwasser der Berge unterschätzt. „Es gelang den 21-Jährigen offenbar nicht mehr, das stark durchspülte Becken zu verlassen. Eine weitere anwesende Person stellte dies fest und alarmierte gegen 18.15 Uhr die Rettungskräfte“, so der Behördensprecher weiter.

Die mit Feuerwehr und Wasserrettung angerückten Beamten versuchten mit hohem technischem Aufwand, die beiden Männer aus den Fluten zu befreien. Allerdings kam jede Hilfe zu spät, letztlich konnten nur noch die leblosen Körper der beiden jungen Sachsen geborgen werden.

Bisher keine Hinweise auf Alkoholmissbrauch

Die Kriminalpolizei Traunstein (Oberbayern) hat inzwischen die Ermittlungen zum genauen Hergang des Unfalls aufgenommen. „Die Staatsanwaltschaft wird zudem entscheiden, ob die beiden Leichname obduziert werden“, sagte der Polizeisprecher. Bisher gebe es keine Hinweise darauf, dass die 21-Jährigen alkoholisiert ins Wasser gegangen waren.

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Der Königsbachfall ist ein Wasserfall am Königsbach oberhalb des berühmten Königssees, der sich in mehrere Becken aus Naturstein ergießt. In den vergangenen Jahren wurde das Ausflugsziel im Nationalpark Berchtesgaden bei Touristen immer beliebter – auch weil Fotos von Badenden in den Sozialen Netzwerken die Popularität steigerten.

Allerdings ist der Aufstieg zum Wasserfall anspruchsvoll und gerade in der Frühlingszeit nicht ungefährlich. Wasserwacht, Nationalpark-Verwaltung und die örtliche Polizei Berchtesgaden appellieren deshalb immer wieder an Touristen und Einheimische, die Gefahren ernst zu nehmen.

Matthias Puppe

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