Winnetou

Radebeuls Oberbürgermeister Bert Wendsche spricht sich gegen Winnetou-Zensur aus

Radebeuls Oberbürgermeister Bert Wendsche kann die Diskussionen über Karl Mays Winnetou-Geschichten nicht nachvollziehen.

Radebeuls Oberbürgermeister Bert Wendsche kann die Diskussionen über Karl Mays Winnetou-Geschichten nicht nachvollziehen.

Radebeul. Im Zuge der jüngsten Diskussion um möglichen Rassismus und kulturelle Aneignung in Karl Mays Winnetou-Geschichten hat sich jetzt Radebeuls Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) gegen eine Zensur der Indianergeschichten ausgesprochen. Er könne die Diskussion um Mays Werke absolut nicht nachvollziehen. „Gerade auch Mays Spätwerk ’Und Friede auf Erden’ ist ein Zeugnis seiner humanistischen Geisteshaltung und dem anzustrebenden Völkerfrieden“, so das Stadtoberhaupt.

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Auch sein Amtskollege Ulli Meyer (CDU) aus der saarländischen Partnerstadt St. Ingbert meldete sich zu Wort und unterstützt Wendsche in einer gemeinsamen Erklärung. „Kultur lebt davon, dass Künstler Fantasie entwickeln und darstellen, die gerade daher nicht die Realität widerspiegeln muss“, heißt es in dem Statement. „Kunstfreiheit ist keine Gnadengabe des Staates oder der Gesellschaft. Sie ist durch unser Grundgesetz garantiert“, so die Überzeugung von Ulli Meyer.

Lehrreiches Beispiel für Austausch zwischen verschieden Kulturen

Die Diskussion entbrannte kürzlich in der Lößnitzstadt, als der Verlag Ravensburger wegen einiger Kritiker die Auslieferung von zwei Winnetou-Kinderbüchern stoppte. In einem offenen Brief betonte die in Radebeul ansässige Karl-May-Gesellschaft: "Karl May, der häufig auf einige Film-Klischees reduziert wird, verdient eine differenzierte Betrachtung." Seine Darstellung außereuropäischer Kulturen seien ein lehrreiches Beispiel für den Austausch zwischen verschieden Kulturen.

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Von tik

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