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Historien-Fest

Pirna macht Canaletto lebendig – erstmals auf ganz besondere Weise

Pirna macht wieder Canaletto lebendig: Erstmals übernahmen dabei Kinder die Rollen der Erwachsenen.

Pirna macht wieder Canaletto lebendig: Erstmals übernahmen dabei Kinder die Rollen der Erwachsenen.

Pirna. Erst verharrten ausschließlich Mitglieder des Vereins „Der Retter der Stadt Pirna – Theophilus Jacobäer“ für einige Augenblicke in der auf Leinwand gebannten Position, dann übernahmen fast die Hälfte der Rollen Kinder – zum ersten Mal gab es ein Kinder-Canalettobild.

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„Der Marktplatz zu Pirna “ – die bekannteste der elf Veduten, die der königlich-sächsische Hofmaler Bernardo Belotto, besser bekannt als Canaletto, von Pirna fertigte – wurde mit zahlreichen Darstellern in historischen Kostümen, mit Hunden und Pferden und vielen originalen Details nachgestellt. Mehr als hundert Besucher erhielten so den Eindruck, sich plötzlich in der Zeit um 1750 zu befinden.

Statt Autos und Motorrädern postierten sich auf Initiative des TouristService Pirna des Tourismusverbands Sächsische Schweiz insgesamt über 70 historisch gewandete Personen auf dem Markt. Für kurze Zeit verharrten sie in Positionen wie vor Jahrhunderten. Unter anderem stand ein Mann mit Hut und Schöpfeimer auf dem Rand des Marktbrunnens. Viele kleine Details komplettierten das Bild: zwei Pferde und ein Hund waren genauso zu entdecken wie eine aus dem Fenster schauende Person in der rechten Häuserzeile oder ganz im Hintergrund des Bildes die Gruppe Marktfrauen, die ein angeregtes Gespräch führen.

Schauspieler des Vereines „Der Retter der Stadt Pirna“ und erstmals Kinder der Lessing-Grundschule stellten Canalettos Vedute, also die historische Marktplatzansicht nach. Historiker und Touristen gleichermaßen sind immer wieder begeistert zu sehen, wie original die Gebäude des 1753 gemalten Marktplatzes als Gesamtheit heute noch erhalten sind.

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Bernardo Bellotto, genannt Canaletto, der 1721 oder 1722 in Venedig geboren wurde und am 17. Oktober 1780 in Warschau starb, war ein Maler, der für seine realistischen Ansichten europäischer Städte, insbesondere Dresden, Wien, Turin und Warschau bekannt ist. Mitte des 18. Jahrhunderts war er Hofmaler bei Sachsens Kurfürsten Friedrich August II. In den Jahren 1753 bis 1756 schuf er einen Zyklus von elf Ansichten der Stadt Pirna – bereits zum 10. Mal wurde eines der Werke in der Stadt wieder lebendig.

Von Daniel Förster

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