Pferdesport

Neue Reithalle in Moritzburg geplant

Gestütswärterin Vanessa Ebert springt vor der neuen Pegasus-Tribüne mit ihrem Pferd über ein Hindernis. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein neuer Springplatz im Bau.

Gestütswärterin Vanessa Ebert springt vor der neuen Pegasus-Tribüne mit ihrem Pferd über ein Hindernis. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein neuer Springplatz im Bau.

Moritzburg. Auf dem Hengstparade-Platz des Neuen Gestüts in Moritzburg ist nicht nur das Wiehern der Pferde zu hören. Aus südwestlicher Richtung tönen die Geräusche von Baufahrzeugen. „Ein neuer Springplatz befindet sich im Bau“, klärte Dirk Diedrichs, Amtschef des Sächsischen Staatsministeriums der Finanzen, bei einem Vor-Ort-Termin am Mittwoch auf. Die Bauarbeiten haben im Mai dieses Jahres begonnen und sollen im November 2019 abgeschlossen sein.

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Optimale Bedingungen für Springreiter

Im Zuge der Verlagerung des Springareals entsteht ein Platz von 40 mal 70 Metern, der mit einer sogenannten Ebbe-Flut-Drainage ausgestattet ist. „Sie leitet bei Regen das Regenwasser sofort ab und führt dem Boden Feuchtigkeit bei Trockenheit zu“, informierte Diedrichs. Damit kann das Landgestüt den Springreitern optimale und über das Jahr gleichbleibende Bodenbedingungen bieten. In den neuen Springplatz investiert der Freistaat Sachsen 947 000 Euro.

Seit dem Jahr 2007 plant und setzt der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) ein Paket an Bauvorhaben in dem um 1915 errichteten Neuen Gestüt an der Meißner Straße um. Ziel war und ist es, die Attraktivität des Standortes als Turnier-, Trainings- und Veranstaltungsgelände zu steigern. So wurden im ersten Bauabschnitt bis September 2014 der Hengstparade-Platz modernisiert und unter anderem mit mobilen Tribünen ausgestattet.

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2017 begann der zweite Bauabschnitt. „Er besteht aus zehn Teilabschnitten, von denen vier bereits abgeschlossen sind“, informierte Diedrich. Dazu zählen unter anderem die neue massive Nord- bzw. Pegasus-Tribüne, eine überdachte Führanlage und eine Laufbahn. Seit 2007 bis 2018 hat der Freistaat 7,8 Millionen Euro in das Neue Gestüt investiert und Investition von weiteren 16,5 Millionen Euro sind in Planung.

170 Rösser, zuwenig Dach

Das Landgestüt verfügt mit seinem Hengstparade-Platz über eines der modernsten Stadien für Pferdesport in Deutschland. Bei den Besucherzahlen belegt es im deutschlandweiten Vergleich Rang zwei. „Von der Bedeckungszahl her sind wir das drittgrößte Gestüt in Deutschland“, berichtete Landstallmeisterin Kati Schöpke. Doch für die rund 140 eigenen Pferde – mit Gasttieren befinden sich über 170 Rösser auf dem circa 92 000 Quadratmeter großen Areal – gibt es nicht ausreichend überdachte Reitfläche, um die edlen Vierbeiner im Winter zu trainieren und zu bewegen. Was die Reithallen betrifft, rangiert das Landgestüt im bundesweiten Vergleich laut Schöpke auf dem letzten Platz. Zudem ist die jetzige in die Jahre gekommen und muss wegen verschlissenen Tragwerken bald aufgegeben werden.

Vor dem Abriss will der Freistaat daher eine neue Reit- und Abreithalle bauen. Im kommenden Monat wird der SIB mit der Planung der beiden Gebäude mit Grundflächen von 42 mal 82 bzw. 24 mal 30 Metern ein Architekturbüro beauftragen. Der Baubeginn ist für Frühjahr 2021 geplant, die Fertigstellung der Reithalle mit einer Tribüne mit 800 Plätzen in 2022. Der Hallenneubau ist das größte Einzelvorhaben des zweiten Bauabschnitts.

Von Silvio Kuhnert

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