Radeburg

Nach Sanierung: Ins Heimastmuseum zieht wieder Leben

Mario Süßenguth von der Galerie Komische Meister Dresden und Bürgermeisterin Michael Ritter bauen die neue Sonderausstellung im Heimatmuseum auf.

Mario Süßenguth von der Galerie Komische Meister Dresden und Bürgermeisterin Michael Ritter bauen die neue Sonderausstellung im Heimatmuseum auf.

Radeburg. Das Heimatmuseum in Radeburg erstrahlt im neuen Glanz. Nach umfassender Sanierung wird das Gebäude an diesem Sonntag mit einem Bürgerfest eröffnet. Damit sind alle Verwaltungsgebäude rund um das Rathaus saniert, sagt Bürgermeisterin Michaela Ritter (parteilos). Rund 510000 Euro hat die Renovierung des historischen Gebäudes an der Heinrich-Zille-Straße gekostet, das 1813 errichtet wurde und von 1894 bis 1952 als Amtsgericht diente. Der Eigenanteil der Stadt lag bei über 335000 Euro.

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Der grundhafte Ausbau ging in sechs Monaten Bauzeit von Juli bis Dezember vorigen Jahres über die Bühne. Aufgrund denkmalschutzrechtlicher Auflagen durfte die Zille-Stadt einige Fenster und die massiven inneren Fensterläden im Erdgeschoss nicht austauschen, sondern musste sie aufwendig aufarbeiten. „Die unter dickem Putz versteckte Fassadengliederung und Schmuckteile der Fassade sind nach altem Vorbild nachgefertigt“, berichtet Ritter. Zudem konnten überflüssige Gaubenkonstruktionen aus DDR-Zeiten sowie durch ein neues Heizungssystem unnütz gewordene Schornsteinköpfe zurückgebaut werden. Im Inneren sind neben „einem schicken Raum für die Vereinsarbeit“, wie Ritter informiert, Ausstellungsräume im Erdgeschoss entstanden. Im Obergeschoss fanden eine Wohnung und der Museumsfundus Platz.

Die Monate nach Fertigstellung des Gebäudes nutzte die Zille-Stadt, um für 11200 Euro ein neues Konzept für das Heimatmuseum aufzustellen. Künftig gliedert sich die Ausstellung in drei Teile. Neben der stadtgeschichtlichen Sammlung wird das Leben und Vermächtnis des wohl berühmtesten Sohnes der Stadt, des Grafikers, Malers und Fotografen Heinrich Zille (1858-1929), eine große Rolle spielen. Ihm sind nicht nur eigene Räume gewidmet – die voraussichtlich Ende dieses Jahres eröffnet werden –, sondern in Sonnerausstellungen sollen seine „Erben“, Karikaturisten der heutigen Zeit, eine Bühne erhalten.

Den Auftakt macht die Cartoon-Schau „Liebe, Lust und andere Katastrophen“, vom 2. September bis zum 15. Dezember 2018. Für sie hat die Galerie der Komischen Meister Dresden 40 Bilder von zehn Karikaturisten zusammengetragen. Darüber hinaus hat die Zille-Stadt erstmals einen Karikaturenpreis ausgeschrieben. Das Thema lautet „Die Wahrheit stört zuletzt“. „Wir erhoffen uns Karikaturen, die unsere aktuelle Gesellschaft kritisch und humorvoll aufs Korn nehmen“, sagt Ritter. Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert und wird Anfang Januar 2019 vergeben. Die von einer Jury ausgewählten besten Werke werden in einer Ausstellung gezeigt, der Sieger bekommt im zweiten Halbjahr eine Personalschau. Die Stadt möchte künftig jedes Jahr einen Karikaturenpreis verleihen.

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Von Silvio Kuhnert

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