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Zeichenkunst

Mit Wanderschuhen und Fineliner durch die Region

Eine Koala-Skulptur in Jessen – gezeichnet von Monika Herold.

Eine Koala-Skulptur in Jessen – gezeichnet von Monika Herold.

Pirna.Der Kalender für 2019 ist schon fertig, die Vorauswahl an Zeichnungen für 2020 und 2021 bereits getroffen: Auch wenn die „spazieren & skizzieren“-Kalender von Monika Herold nur in kleiner Auflage erscheinen, überlässt die Pirnaerin nichts dem Zufall.

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Die Bilder bleiben stets Skizzen

Um die 300 Stück lässt die ehemalige Lehrerin gemeinsam mit ihrem Sohn jedes Jahr drucken. „Ich möchte nicht, dass die Kalender zu Ramschware werden“, erklärt die Pirnaerin die limitierte Auflage. Es gibt Varianten mit Zeichnungen von Pirna, von Burgen und Schlössern, der Stadt Dresden, dem Osterzgebirge und der Sächsischen Schweiz. Jedes Motiv hat Monika Herold selbst gezeichnet – und zwar in Wanderschuhen.

Monika Herold aus Pirna

Monika Herold aus Pirna

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„Ich wandere und zeichne nebenbei“, erklärt die Rentnerin ihr Vorgehen. Rund 100 Kilometer legt sie in der Woche im Idealfall zurück, erkundet völlig neue Aus- und Ansichten, kehrt aber auch an bekannte Orte zurück, um diese in neuem Licht, neuer Jahreszeit oder neuer Perspektive mit Fineliner auf Papier festzuhalten. Dabei erkundet sie nur die Region. „In den Urlaub nehme ich mein Zeichenzeug nicht mit.“ Fünf bis zehn Minuten braucht sie für eine Arbeit. Ihr Mann, der sie oft begleitet, wartet währenddessen. „Zuhause mache ich dann auch noch ein paar Striche am Bild“, erzählt sie. Doch es bleiben stets Skizzen – mehr sollen sie auch nicht sein. „Freundlich, fröhlich, ein bisschen naiv, orientiert an der Wirklichkeit, aber mit Fantasie“, beschreibt sie ihr Werk.

Monika Herold arbeitete 40 Jahre lang in Pirna als Lehrerin für Deutsch und Kunst, doch da fehlte ihr neben den Kindern und den Ehrenämtern in der örtlichen Kirchgemeinde die Zeit zum Zeichnen. Erst mit dem Ruhestand erwachte die Lust, fand sich die Zeit. Die Idee zum Kalender lieferte schließlich Sohn Joachim. Und seitheit gibt es „spazieren & skizzieren“ käuflich zu erwerben zum Beispiel in der Tourist-Info in Pirna, aber auch auf Bestellung. Monika Herolds Kirchgemeinde nutzt sie gern als besonderes Gastgeschenk und die DNN durfte im November vergangenen Jahres einige Exemplare verlosen.

Koalas im Ortsteil Jessen

An den mehreren tausend Zeichnungen, die sie mittlerweile gefertigt hat – 2012 erschien der erste Kalender – lässt sich der Gang der Zeiten ablesen, denn auch bauliche Veränderungen hält Monika Herold auf Papier fest. Oder versteckte Orte, die nicht jeder kennt, die aber ganz ungewöhnliche Geschichten erzählen. So ziert das Juni-Blatt des 2019er Pirna-Kalenders die Zeichnung einer Koala-Skulptur im Ortsteil Jessen. Was nur die wenigsten wissen: Hier in der Gärtnerei Zschieschang wird der Eukalyptus für die Koalas im Dresdner Zoo angebaut.

An Motiven mangelt es der Pirnaerin auch nach fast zehn Jahren nicht. „Sie werden mir ausgehen, wenn ich nicht mehr laufen kann“, sagt sie. Doch auch dafür hat die rüstige Pirnaerin einen Plan und will sich dann verstärkt der Musik zuwenden.

https://perscripta.de/

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Von Franziska Schmieder

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