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Neuwahl im Kurort Gohrisch

Maik Günther tritt das Amt des Bürgermeisters nicht an

Maik Günther

Maik Günther

Kurort Gohrisch.Die Einwohner des Kurortes Gohrisch müssen erneut einen Bürgermeister wählen. Der Wahlsieger, Maik Günther (Die Linke), tritt das Amt nicht an. „Leider habe ich bei der Wahl am 26. Mai nicht die Unterstützung erhalten, die aus meiner Sicht erforderlich ist, um als Bürgermeister erfolgreich arbeiten zu können. Nur etwas mehr als ein Drittel der Wählerinnen und Wähler hat mir ihre Stimme gegeben. Dafür bin ich dankbar, das ist aber dennoch kein ausreichender Rückhalt“, teilte der 38-Jährige mit.

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Günther war bei dem Urnengang der einzige Kandidat, nominiert von der Linkspartei und den Freien Wählern. In so einem Fall können die Einwohner einer Kommune, weitere Namen auf den Wahlzettel schreiben. Von diesem Recht haben etliche Gohrischer Gebrauch gemacht, so dass am Wahlabend nach dem vorläufigen Ergebnis Günther "nur" auf 37,3 Prozent der Stimmen kam. Mit 50,6 Prozent schien dagegen der ehemalige Ortsvorsteher von Gohrisch, Christian Naumann, zum neuen Gemeindeoberhaupt gewählt. Jedoch erklärte der Wahlausschuss im Nachgang etliche seiner Stimmzettel für ungültig. Dadurch reichten am Ende die 362 Stimmen für Günther zum Wahlsieg.

Während des Wahlkampfes kursierten Flugblätter in der Gemeinde, auf denen Stimmung gegen Günther gemacht wurde. „In dieser Situation ist es mir nicht möglich, als Bürgermeister in einer offenkundig gespaltenen Gemeinde tätig zu sein. Deshalb plädiere ich für eine baldige Neuwahl“, so Günther.

Von Silvio Kuhnert

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