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Tourismus

Gästetaxe für Pirna soll erst im Juli 2019 kommen

Symbolbild

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Pirna.Die Stadt Pirna plant, im kommenden Jahr eine Gästetaxe einzuführen. Damit folgt die Stadtverwaltung dem Beispiel von Meißen – dort wird ab Januar 2019 eine Bettensteuer für jeden Aufenthaltstag verlangt. Lange stand auch in Pirna der 1. Januar für den Projektstart im Raum. Doch nun scheint sich der Zeitplan zu verschieben.

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Eine Mehrheit des Strategie- und Finanzausschuss plädiert dafür, die Taxe erst am 1. Juli 2019 einzuführen. Diese Empfehlung wird an den Stadtrat herangetragen, der am 11. September über die Einführung der Bettensteuer entscheidet. Durch den Aufschub sollen Hotelbesitzer und Vermieter mehr Zeit bekommen, um organisatorische Fragen zur Kurtaxe zu klären.

Die geplante Gästetaxe beträgt regulär zwei Euro pro Person und Übernachtung. Die Abgabe ist vom Gast beim Vermieter zu entrichten, dieser führt den Betrag dann an die Stadt ab. Die Regularien sind in einer Gästetaxesatzung geregelt. Sie soll bei der nächsten Stadtratssitzung abgesegnet werden.

Die Abgabe soll die Finanzierung des lokalen Tourismus auf sichere Füße stellen. „Um die Attraktivität der Stadt für die Gäste zu erhalten, weiter zu steigern und um konkurrenzfähig bleiben, sind Investitionen notwendig. Zusätzlich steigen die Ausgaben für die Unterhaltung der bestehenden Angebote in allen Bereichen immer weiter an“, so Pirnas Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke (parteilos).

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Die Einnahmen durch die Gästetaxe sind zweckgebunden, die Stadt darf sie ausschließlich für touristische Zwecke verwenden. Sie könnten zum Beispiel für den Ausbau der touristischen Infrastruktur eingesetzt werden. Dazu gehören Museen, Spielplätze, Parks und Grünanlagen, Wanderwege, aber auch kostenfreies WLAN im Stadtgebiet. Des weiteren könnte das Geld aber auch in die Sauberhaltung der Stadt und in die Organisation von Kulturveranstaltungen fließen.

In 2017 nächtigten 151 037 Menschen in der Sandstein-Stadt. Folglich hätte Pirna im vergangenen Jahr bis zu 300 000 Euro durch die Gästetaxe einnehmen können. Mit ähnlichen Besucherzahlen ist auch in diesem Jahr zu rechnen.

Dass sich eine Bettensteuer negativ auf die Attraktivität der Stadt auswirkt, glaubt Pirnas Oberbürgermeister nicht. Dafür sei der Betrag zu gering. „Es handelt sich vielmehr um eine vom Gast akzeptierte Abgabe, die in der Regel keinen Einfluss auf die Reiseentscheidung hat“, sagt Hanke. Zudem hätte der Gast mit Einführung der Kurtaxe automatisch Anspruch auf eine „Gästekarte Sächsische Schweiz“ – und könnte somit von zahlreichen Rabattaktionen profitieren.

In Sachsen werden bereits in rund 50 Gemeinden Gästetaxen erhoben. So wird die Abgabe unter anderem in Bad Schandau, Königstein, Lohmen, Reinhardtsdorf-Schöna, Rosenthal-Bielatal oder Sebnitz eingefordert.

Von Junes Semmoudi

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