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Bilanz und Ausblick

Freitaler Feuerwehr rückte in 2018 zu 366 Einsätzen aus

Symbolbild.

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Freital.Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Freital mussten im vorigen Jahr zu 366 Einsätzen ausrücken. Das ist der höchste Stand seit 2003. Sie bekämpften 72 Brände. 259-mal leisteten sie technische Hilfe. „Allein bei einem lokalen Unwetter Anfang August wurde die Feuerwehr zu 22 Einsätzen alarmiert“, teilte Stadtsprecher Matthias Weigel mit. An Fehlalarmen waren im vergangenen Jahr 26 zu verzeichnen.

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Freital hat sieben Stadtteilfeuerwehren. Dort leisten 156 Mitglieder aktiven Dienst, darunter 16 Frauen. „Die Mitgliederzahl liegt auf insgesamt höchstem Stand seit 1996“, so Weigel. Bei der Jugendfeuerwehr machen 76 Mädchen und Jungen mit, die Altersabteilung zählt 64 Kameraden. Insgesamt leisteten die Mitglieder im Jahr 2018 rund 2700 Einsatzstunden. 398 Stunden Ausbildungsdienste in der gesamten Feuerwehr kommen hinzu. Der Dienst der aktiven Kameraden sei nicht selbstverständlich und „verlangt neben der täglichen Einsatzbereitschaft viel Zeit und Engagement – wie bei der Ausbildung oder der Wartung der Technik und Ausrüstung. Der persönliche Einsatz eines jeden Einzelnen verdient unseren Dank und unsere Anerkennung“, so OB Uwe Rumberg (CDU).

Um die Tageseinsatzbereitschaft von montags bis freitags künftig besser abdecken zu können, möchte die Stadt in diesem Jahr weitere vier hauptamtliche Mitarbeiter im feuerwehrtechnischen Dienst einstellen. Die freiwilligen Kräfte bleiben dennoch unverzichtbar, um die Gesamtaufgaben bewerkstelligen zu können.

In die Arbeit der sieben Wehren flossen in 2018 rund 400000 Euro, davon allein rund 90000 Euro als Entschädigungszahlungen für die Einsatz- und Dienstteilnahme bzw. in die Kameradschaftskasse und Jugendarbeit. Hinzu kommen Mittel für Investitionen im Umfang von weiteren rund 430000 Euro. „So wurden 2018 ein neues Mannschaftstransportwagen mit Führungsmittelsatz für rund 70000 Euro in Dienst gestellt und ein Atemluftkompressor für rund 36000 Euro angeschafft“, nannte Weigel als Beispiele für getätigte Investitionen in die Ausrüstung. Zudem erfolgte der Beschluss des Technischen Ausschusses zur Beschaffung eines Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges im Wert von rund 440000 Euro. Des Weiteren hat die Stadt das Netz an Zisternen weiter ausgebaut.

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Auf der Agenda für die kommende Zeit steht besonders der dringend erforderliche Neubau einer zentralen Feuerwache. „Das Bestandsgebäude weist aufgrund der begrenzten Platzkapazitäten Defizite hinsichtlich Fahrzeugstellplatzvorgaben, arbeitsschutzrechtlicher Vorschriften sowie energetischer und infrastruktureller Belange auf“, informierte Weigel. Für den Neubau, der die Wache im Stadtteil Döhlen ersetzen soll, liegt bereits eine Planungsstudie vor.

Die wohl größte Herausforderung allerdings ist die Absicherung der Finanzierung. Für das neue Gerätehaus werden Kosten in Höhe von rund acht bis 15 Millionen Euro angenommen. Hier hofft die Stadt auf maßgebliche Hilfe seitens des Freistaates Sachsen. Innenminister Roland Wöller (CDU), der an der Jahreshauptversammlung der Freitaler Kameraden als Gast teilnahm, sagte in seiner Ansprache zu, sich für Fördermittel einzusetzen und die Stadt dabei tatkräftig zu unterstützen.

Von Silvio Kuhnert

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