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Unabhängiger Kandidat

Frank Richter will Oberbürgermeister von Meißen werden

Frank Richter

Meißen. Frank Richter will Oberbürgermeister in Meißen werden. Ein breites Bündnis aus Initiativen, Parteien und Einzelpersonen hat den ehemaligen Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und heutigen Geschäftsführer der Stiftung Frauenkirche für den Bereich Bildungsarbeit gebeten, für dieses Amt zu kandidieren.

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In einem Pressegespräch am Donnerstag will sich der gebürtige Meißner als unabhängiger Kandidat vorstellen. Für die kommenden Wochen sind seinerseits Gespräche bei allen Meißener Initiativen, Vereinen, Parteien und Institutionen geplant, die ihn dazu einladen. Die Wahl findet am 9. September dieses Jahres statt.

Ob Richter für das Amt des Stadtoberhauptes kandidieren möchte, hat ihn die Initiative „Bürger für Meißen – Meißen kann mehr“ gefragt. Hierbei handelt es sich um einen Zusammenschluss von Einwohnern der Stadt, die sich unter anderem im Kultur- und Gewerbeverein engagieren und einen Wechsel an der Stadtspitze wünschen. Denn, wie der Name der vor rund einem Jahr gegründeten Bürgerinitiative besagt, sind ihre Mitglieder der Meinung, dass die Potenziale der Stadt bislang nur ungenügend genutzt werden.

Frank Richter, der das Licht der Welt in der Domstadt erblickte, sei der Stadt schon immer sehr wohl gesonnen. „Er ist ein toller Kandidat, der als OB die Gesprächs- und Dialogkultur in der Stadt fördern, bürgerschaftliches Engagement wertschätzen sowie die Bürger in kommunalpolitische Prozesse stärker einbinden wird“, ist sich Ute Czeschka von der  Bürgerinitiative sicher. Sie betont, dass der 57-Jährige als unabhängiger Kandidat antritt und es vielfache Signale aus der Bürgerschaft gebe, ihn unterstützen zu wollen.

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Als Kandidat fordert Richter damit Amtsinhaber Olaf Raschke (parteilos) heraus. Der gebürtige Görlitzer regiert seit 2004 in Meißen und tritt als Kandidat für den CDU-Stadtverband an. Aus der Christdemokratischen Union war Richter dagegen nach fast 25 Jahren Mitgliedschaft im Sommer vorigen Jahres ausgetreten. Er begründete seine Entscheidung vor allem mit der fehlenden Streit- und Diskussionskultur in der sächsischen Union. Als spezieller Anlass wurde die Posse um eine Buchvorstellung in Meißen genannt. Ein CDU-Stadtrat hatte einen Sammelband, für den auch Richter einen Text beigesteuert hatte, als "Dreck" bezeichnet, freilich ohne das Buch zu lesen.

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