Sächsische Schweiz

Felssturz im Gebiet des Großen Winterbergs

Der abgestürzte Felsblock bei den Poblätzschwänden am Großen Winterberg ist circa fünf Meter hoch.

Der abgestürzte Felsblock bei den Poblätzschwänden am Großen Winterberg ist circa fünf Meter hoch.

Schmilka. In der Sächsischen Schweiz ist erneut ein Stück Fels geborsten. Der Felssturz ereignete sich an den Poblätzschwände am Großen Winterberg bei Schmilka. Der abgebrochene Felsblock ist rund fünf Meter hoch. Es handelt sich um rund 30 Kubikmeter Sandstein, wie Nationalparksprecher Hanspeter Mayr berichtet. Bereits Anfang Januar dieses Jahres wurde die Nationalparkverwaltung über das Ereignis informiert. Da sich die Abbruchstelle in der Kernzone befindet und mit Wanderwegen nicht erschlossen ist, wurde die Öffentlichkeit nicht informiert. „Von dem Felssturz war keine Infrastruktur betroffen“, so Mayr. In der Kernzone ist das Verlassen der ausgeschilderten Wanderpfade nicht erlaubt.

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Der zerborstene Felsblock liegt zudem in einer Horstschutzzone, weshalb Wanderer diesen Bereich auch nicht betreten dürfen. Die Nationalparkverwaltung möchte ab diesem Jahr auf das Betretungsverbot dieser Schutzzonen besonders achten und die Einhaltung verstärkt kontrollieren. Grund: Die Zahl der Brutpaare und Bruterfolge bei Wanderfalke, Uhu und Schwarzstorch haben in den zurückliegenden drei Jahren abgenommen. Brutverluste sind unter anderem auf die Störung der geschützten Arten zurückzuführen.

Auf Felsstürze müssen sich Besucher in der gesamten Sächsischen Schweiz immer wieder einstellen. Sie sind Bestandteil der natürlichen Erosionsprozesse im Elbsandsteingebirge. Der Felssturz am Winterberg ist wohl auf eine sogenannte Wurzelsprengung zurückzuführen. In eine Klüftung war Wasser eingetreten, was den Sandstein weich und brüchig machte. In den feinen Riss sind zudem Wurzeln gewachsen, die den Fels auseinander gedrückt haben.

Von S.K.

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