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Radebeul

Familienzentrum möchte Einkaufsfahrdienst für Senioren ausbauen

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (M.) kaufte mit Annelie Naumann im Rahmen des Seniorenfahrdienstes im Löma-Center ein.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (M.) kaufte mit Annelie Naumann im Rahmen des Seniorenfahrdienstes im Löma-Center ein.

Radebeul.Einmal in der Woche fährt der Ford-Transit-Neun-Sitzer des Familienzentrums Radebeul durch die Stadt. Der Transporter holt Senioren vor der Haustür ab und steuert einen der großen Supermärkte im Stadtgebiet an. „Wir haben dann eine Stunde Zeit zum Einkaufen“, sagt Christine Krause, die den Einkaufsservice regelmäßig nutzt. Ist der Einkaufszettel abgearbeitet, bringt der Fahrdienst sie wieder nach Hause. Die beiden ehrenamtlichen Fahrer – selbst bereits Rentner – tragen die schweren Einkaufstaschen bis in die Wohnung.

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Rund 30 Senioren nutzen dieses Angebot des Trägervereins des Familienzentrums, der Familieninitiative Radebeul, bereits. „Wir wollen es weiter ausbauen und suchen neue Fahrer“, kündigt Andrea Bönsch an. Sie hat den Fahrdienst im Rahmen des Projekts „Engagierte Stadt“ im Herbst vorigen Jahres ins Leben gerufen.

Christine Krause nutzt diesen Service, weil die Einkaufsmöglichkeiten in Radebeul von ihrem Haus am Hang zu weit entfernt liegen und sie die schwere Einkaufstasche den langen Weg bergauf nicht mehr tragen kann. Eine Busverbindung besteht nicht und das Taxi ist zu teuer. Zudem kommt sie mit anderen Seniorinnen während der Fahrt ins Gespräch. Laut Bönsch ist der Fahrdienst ein Beitrag gegen die Vereinsamung im Alter und soll vor allem dem Erhalt von Lebensqualität dienen. Die älteste Nutzerin des Fahrdienstes ist 93 Jahre alt.

Am Donnerstag bekamen Krause sowie Maria Tesche und Annelie Naumann Besuch aus Berlin. Auf ihrer Sommertour machte BundesFamilienministerin Franziska Giffey (SPD) Station bei der Familieninitiative. Sie begleitete den Fahrdienst sowie die drei Seniorinnen bei ihren Einkäufen im Löma-Center und informierte sich im Familienzentrum am Dorfanger Altkötzschenbroda über die Entstehung der Familieninitiative vor 30 Jahren – sie wurde von kirchennahen engagierten Müttern im Zuge der politischen Wende in der DDR gegründet – sowie die vielfältigen Angebote heute. Dazu zählen unter anderem Kindertagespflege, das Familiencafé sowie Projekte im Rahmen der „Engagierten Stadt“ wie Seniorenfahrdienst, Dankeschönveranstaltung für pflegende Angehörige und der Infopunkt Pflege und Demenz im Mehrgenerationenhaus. „Der Fahrservice ist ein ganz tolles Projekt, wo Nächstenliebe und Nachbarschaftlichkeit ganz konkret gelebt wird“, lobte die Bundesfamilienministerin.

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Von Silvio Kuhnert

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