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Anger-Crottendorf

Brandanschlag in Leipzig: Elf Autos gehen in Flammen auf

Bei einem Brandanschlag in der Theodor-Neubauer-Straße in Anger-Crottendorf sind elf Autos in Flammen aufgegangen.

Bei einem Brandanschlag in der Theodor-Neubauer-Straße in Anger-Crottendorf sind elf Autos in Flammen aufgegangen.

Leipzig.Ein Anwohner (31) hörte einen lauten Knall, dann loderten Flammen: In der Theodor-Neubauer-Straße im Leipziger Osten haben Brandstifter am Freitagmorgen insgesamt elf Autos abgefackelt. Gegen 5 Uhr standen nach Polizeiangaben zunächst zwei Fahrzeuge auf einer als Parkfläche genutzten Mittelinsel an der Ecke zur Gregor-Fuchs-Straße in Flammen. „Binnen Minuten griff das Feuer auf daneben stehende Fahrzeuge über“, berichtete Behördensprecherin Katharina Geyer gegenüber LVZ.de.

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Neun der elf Autos, darunter auch ein Wohnmobil, wurden zerstört. Zwei davon brannten komplett aus. Zwei Fahrzeuge wurden leicht beschädigt. Die Feuerwehr war etwa eine Stunde lang mit den Löscharbeiten im Stadtteil Anger-Crottendorf beschädigt. Insgesamt summiert sich der Schaden auf mehr als 100.000 Euro.

Bisher keine Hinweise auf politisches Motiv

Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Die Hintergründe sind aber noch völlig rätselhaft. „Wir ermitteln in alle Richtungen. Bislang gibt es keine Hinweise auf eine politische Motivation“, so Sprecherin Geyer. Brandursachenermittler der Kripo nahmen noch am Freitag ihre Ermittlungen auf und sicherten Spuren. Informationen, dass Dienstwagen unter den Fahrzeugen waren, lagen der Polizei nicht vor.

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Zuletzt waren immer wieder Autos insbesondere der Deutschen Bahn in Leipzig in Brand gesetzt worden. Nach der Räumung des linksalternativen Zentrums "Black Triangle" in Connewitz war der Konzern mehrfach Opfer von Anschlägen geworden. Der Bahn gehört das ehemalige Umspannwerk, das mehr als zweieinhalb Jahre lang besetzt war.

Polizei sieht keinen Bezug zum „Black Triangle“

So wurden Ende Januar drei Dienstfahrzeuge in Leutzsch und Plagwitz angezündet. Im Leipziger Norden und in Markkleeberg waren zudem Brandanschläge auf Bahnanlagen verübt worden. Anfang Februar brannten insgesamt fünf Baufahrzeuge auf einer Bahnbaustelle im Leipziger Nordwesten. Die Täter konnten bis heute nicht gefasst werden. Die Polizei sieht im aktuellen Fall vom Freitag bislang keine Verbindung zur Schließung des "Black Triangle".

Zeugen, die etwas Verdächtiges gesehen haben, werden gebeten sich bei der Kripo Leipzig in der Dimitroffstraße 1 oder telefonisch unter (0341) 96 64 66 66 zu melden

Von Robert Nößler

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