Nordsachsen

Bombendrohung gegen Arbeitsagenturen und Jobcenter

Nach Bedrohungsschreiben: Jobcenter "aus technischen Gründen" geschlossen.

Nach Bedrohungsschreiben: Jobcenter "aus technischen Gründen" geschlossen.

Leipzig. Wie die LVZ am Donnerstag Vormittag erfuhr, sind an mehreren Standorten des Jobcenters Nordsachsen und der Arbeitsagentur bereits am Mittwoch Bedrohungsschreiben eingegangen. Die Gebäude in Delitzsch und Eilenburg wurden geräumt. In Delitzsch auch das benachbarte Haus C des Landratsamtes für den Besucherverkehr gesperrt. Im Haus C befinden sich unter anderem das Jugendamt, Sozialamt und die KfZ-Zulasungstelle. Polizisten suchten die Gebäude nach Sprengstoff ab.

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Volker Beier, Pressesprecher, der Arbeitsagentur Nordsachsen bestätigte auf Anfrage, dass Nordsachsen mit allen vier Agenturdienststellen in Torgau, Delitzsch, Eilenburg und Oschatz betroffen ist. Diese vier Standorte sind am Donnerstag gar nicht geöffnet worden. Die Polizei habe nach Eingang der schriftlichen Drohung eine Gefährdungslage festgestellt und empfohlen, die Gebäude zu räumen. Spürhunde kamen bei der Durchsuchung der Gebäude zum Einsatz.

Per Telefon und online errreichbar

Die Dienstgebäude der Agentur für Arbeit und des Jobcenter Nordsachsen in Oschatz, Torgau, Eilenburg und Delitzsch mussten am 22. März 2018 aus technischen Gründen geschlossen bleiben, teilte die Agentur offiziell gegen Mittag mit.

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Die Öffnungszeiten in den weiteren Dienststellen der Agentur für Arbeit in Wurzen, Grimma und Borna sowie die telefonische Erreichbarkeit der Agentur für Arbeit  und des Jobcenter Nordsachsen unter den Servicenummern 0800 4 5555 00 (Agentur) und 03435 980493 (Jobcenter) sind davon nicht beeinträchtigt.

Die Agentur für Arbeit weist darüber hinaus auf die eService-Angebote der Bundesagentur für Arbeit unter www.arbeitsagentur.de hin.

Wer durch die kurzfristige Schließung Vorsprachetermine oder eine zu diesen Terminen vorgesehene Arbeitslosmeldung nicht wahrnehmen konnte, dem entstehen daraus keine leistungsrechtlichen Nachteile. Eine Arbeitslosmeldung muss am nächstmöglichen dienstbereiten Tag nachgeholt werden, beziehungsweise spätestens am ersten Tag der Arbeitslosigkeit.

Polizei: "Wir halten den Ball sehr flach"

Der Pressesprecher der Polizeidirektion Leipzig reagierte etwas überrascht auf Anfragen nach der Bombendrohung und beschwichtigte: "Wir wollen hier niemanden eine Plattform geben, sehen die Ernsthaftigkeit nicht gegeben und halten den Ball sehr flach. Das Wort Bombendrohung haben wir nie in den Mund genommen, es gibt eine Bedrohung. Die Häuser der Agentur wurden vorsorglich geschlossen und sie werden auch durchsucht", so Uwe Voigt. Er gehe davon aus, dass bald wieder Normalität einzieht.

Auch am Mittag gingen die Durchsuchungen in den Gebäuden mit Spürhunden weiter. Gefunden wurde bis dahin noch nichts.

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Von Frank Pfütze

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