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Großbaustelle

Frischer Asphalt für die Holperpiste Zwickauer Straße in Dresden-Südvorstadt

Kopfsteinpflaster und viel Unkraut links und rechts der Fahrbahn: Die Zwickauer Straße befindet sich in einem desolaten Zustand.

Kopfsteinpflaster und viel Unkraut links und rechts der Fahrbahn: Die Zwickauer Straße befindet sich in einem desolaten Zustand.

Dresden.Zweifelsohne zählt die Zwickauer Straße in Südvorstadt zu Dresdens übelsten Holperpisten, beansprucht das bucklige Pflaster Fahrwerk oder wahlweise des Radfahrers Wirbelsäule in krassem Maße. Doch damit ist nun Schluss. Seit dieser Woche lässt die Stadt den bisher noch nicht sanierten Teil der Straße auf Vordermann bringen. Ein Projekt, das zunächst anders geplant war – und zugleich wichtige Voraussetzung ist, damit endlich die Nossener Brücke und die neue Straßenbahnstrecke zwischen Löbtau und Südvorstadt angepackt werden können.

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Verteilt auf verschiedene Etappen (siehe Überblick) wollen die Bauleute bis März des kommenden Jahres auf der Zwickauer Straße im Bereich zwischen Hahnebergstraße und Würzburger Straße das alte Pflaster herausreißen und eine neue Fahrbahn aufwalzen. Zugleich werden im Erdreich neue Leitungen für Wasser, Gas, Strom, Fernwärme und Internet und Telefonie verlegt. Darüber hinaus wird die Straßenentwässerung und -beleuchtung erneuert. Im Bereich um die Nossener Brücke werden laut Stadt außerdem nicht nur Fahrbahn und Leitungen, sondern auch der Straßenun­terbau die Gehwege saniert.

So laufen die Arbeiten ab

2. bis 15. Mai halbseitige Sperrung der Kreuzung Zwickauer Straße und Hahnebergstraße: Eine Baustellenampel regelt den Verkehr. Die Zufahrten zum Technologiezentrum und zur Kletterhalle sind über die Kunadstraße möglich. Lkw werden über die Chemnitzer, Würzburger und Zwickauer Straße umgeleitet.

18. Mai bis Mitte Juni Sperrung Glauchauer bis Werdauer Straße: Der nördliche – also der zum Hauptbahnhof hingewandte – Teil der Zwickauer Straße ist wieder über die Hahnebergstraße erreichbar.

18. Mai bis Mitte Oktober Sperrung Würzburger bis Bamberger Straße.

Mitte Juni bis Anfang September Sperrung Würzburger Straße bis Zufahrt Eisenbahnmuseum: Das Ei­senbahnmuseum kann aus Richtung Norden erreicht werden.

Anfang September bis Mitte Oktober Halbseitige Sperrung zwischen Einfahrt Eisenbahnmuseum und Nossener Brücke: Eine Baustellenampel regelt den Verkehr. Die Zufahrt zum Museum ist aus Richtung Süden möglich. Zum Dampflokfest vom 23. bis 25. September werden die Arbeiten unterbrochen.

Mitte Oktober bis Mitte November Sperrung Nossener Brücke bis Glauchauer Straße mit Kreuzung Zwickauer/Glauchauer Straße: Die Zufahrt zum Eisenbahnmuseum ist aus Richtung Süden möglich.

Mitte November bis Ende März 2023 Sperrung unterhalb der Nossener Brücke.

Angaben der Verwaltung zufolge kosten die Arbeiten rund 2,4 Millionen Euro. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Stadtverwaltung mehr als eineinhalb Millionen Euro in die Zwickauer Straße investiert, ließ damit den Abschnitt zwischen Hahnebergstraße und den Bahngleisen im Bereich vor dem Hauptbahnhof herrichten. Allerdings verschwand dort nicht nur das holprige Pflaster, sondern wurde – anders als es jetzt auf dem südlich gelegenen Abschnitt passiert – über die gesamte Länge der Unterbau mit erneuert.

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Ursprünglich war das auch für den Bereich zwischen Hahnebergstraße und Zwickauer Straße geplant. Ende 2019 hatte die Stadt ihre Absichten für eine Sanierung und den Ausbau der Zwickauer Straße in diesem Bereich präsentiert. Doch weil in der Folge die Planer die Interessen der verschiedenen Verkehrsteilnehmer (Fußgänger, Rad und Auto) nicht so ohne Weiteres unter einen Hut bekamen, wurde das Vorhaben kurzerhand abgespeckt.

Tatsächlich besteht dort reger Handlungsbedarf. Denn die desolate Piste soll ab 2025 als Umleitung dienen, wenn die Stadt die Nossener Brücke erneuern und die Straßenbahnstrecke zwischen Löbtau nach Südvorstadt bauen lassen will. Bis zum Frühling 2030 – so die bisherigen Schätzungen – könnte der komplette Verkehrszug fertig sein.

Die Campuslinie – und welche Straßenbahnen künftig wo fahren

Linie 7 Mit Fertigstellung des Abschnitts zwischen Tharandter Straße und Nürnberger Platz fahren die Trams der Linie 7 künftig nicht mehr am World Trade Center vorbei, sondern über die neue Strecke von Löbtau durch die Südvorstadt und dann weiter über die Gleise der Linie 3 zum Hauptbahnhof und von dort wie gewohnt weiter nach Weixdorf.

Linie 8 Mit den neuen Linien 7 und 9 und der in ihrer bisherigen Form weiter bestehenden Linie 3 sind später einmal drei Linien auf dem Abschnitt zwischen Hauptbahnhof und Südvorstadt unterwegs – wo bislang auch die Linie 8 rollt. Künftig werden Bahnen der Linie 8 deshalb nur noch zwischen Hellerau und Postplatz pendeln.

Linie 9 Die Straßenbahnen der Linie 9 biegen künftig am Wasaplatz aus Prohlis kommend hinauf zum Zelleschen Weg ab und fahren dann über den Nürnberger Platz ins Zentrum, wo die Linie ab Hauptbahnhof ihrem bisherigem Verlauf folgt.

Linie 61 Die Buslinie 61 bleibt trotzt der neuen Straßenbahnstrecken bestehen – allerdings entfallen künftig die Verstärkerfahrten.

Linien 13 und 75 Die beiden Linien bleiben bestehen und bedienen weiterhin den Abschnitt zwischen Wasaplatz und Lennéstraße.

Die Straßenbahnstrecke ist einer von insgesamt vier Abschnitten der so genannten Campuslinie, die die extrem stark nachgefragte Buslinie 61 entlasten soll. Bereits fertig davon sind bisher nur die Zentralhaltestelle an der Tharandter Straße und die neue Trasse in Strehlen, die den gleichnamigen S-Bahn-Halt einbindet. Neben dem Abschnitt zwischen Tharandter Straße und Nürnberger Platz sollen auch zwischen Wasaplatz und Südvorstadt neue Straßenbahngleise verlegt werden.

Von Sebastian Kositz

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