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Feydt-Nachfolge

Zweiter Versuch: Drei Bewerber um Pfarramt der Dresdner Frauenkirche

Menschenleer ist der Neumarkt am Abend vor der Frauenkirche. Auch eine von zwei Pfarrstellen ist momentan leer.

Menschenleer ist der Neumarkt am Abend vor der Frauenkirche. Auch eine von zwei Pfarrstellen ist momentan leer.

Dresden. Die sächsische evangelische Landeskirche und die Stiftung Frauenkirche Dresden haben eine Kandidatin und zwei Kandidaten als mögliche Nachfolger von Frauenkirchenpfarrer Sebastian Feydt benannt: die brandenburgische Pfarrerin Susanne Seehaus, den Freiburger Dekan Markus Engelhardt und den Pfarrer der Leipziger Nikolaikirche, Bernhard Stief. Sie werden sich ab dem kommenden Wochenende öffentlich vorstellen, wie die Stiftung am Montag in Dresden ankündigte. Die Neubesetzung der Stelle ist für das Frühjahr 2021 geplant.

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Ein erster Besetzungsversuch scheiterte im Juli

Für die Vorstellung sind demnach je Bewerber eine Mittagsandacht und ein Abendgottesdienst vorgesehen. Im Anschluss werde eine achtköpfige Auswahlkommission aus Mitgliedern der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens und der Stiftung Frauenkirche unter dem Vorsitz von Landesbischof Tobias Bilz eine Empfehlung an das für die Berufung zuständige Landeskirchenamt aussprechen. Die Kommission war bereits für die Vorauswahl der Kandidaten zuständig. Wie viele Theologinnen und Theologen sich insgesamt beworben haben, wurde nicht bekannt.

Susanne Seehaus wurde 1970 im brandenburgischen Perleberg (Landkreis Prignitz) geboren. Sie stammt aus einem Pfarrhaus und absolvierte eine Lehre als Maschinenbauzeichnerin. Im Anschluss studierte sie Theologie und Geschichte in Berlin und absolvierte ihr Vikariat an der dortigen Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Ab 2003 war sie für zwölf Jahre Pfarrerin in Frankfurt an der Oder, aktuell ist sie Pfarrerin in Rangsdorf (Kreis Teltow-Fläming). Seehaus hat eine Tochter.

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Markus Engelhardt wurde 1961 in Freiburg geboren. Der Pfarrerssohn wuchs in Heidelberg auf und studierte dort sowie in Bern, Erlangen und Tübingen Theologie. Nach dem Vikariat in Südbaden war er zehn Jahre lang Pfarrer in Konstanz, seit 2007 ist er Dekan des Stadtkirchenbezirks Freiburg. Engelhardt ist mit einer Pfarrerin verheiratet und hat drei Töchter.

Bernhard Stief wurde 1969 geboren und wuchs in einem sächsischen Pfarrhaus auf. Bei der Firma Jehmlich in Dresden wurde er zum Orgelbauer ausgebildet. Nach der Wende begann er in Leipzig ein Theologiestudium, was ihm in der DDR verweigert worden war. Stief war zehn Jahre lang in der Kirchgemeinde Weißenborn-Berthelsdorf und zugleich als Studierendenpfarrer an der Bergakademie Freiberg tätig. Seit 2008 ist er Pfarrer an der Leipziger Nikolaikirche.

Eine Kirche ohne Gemeinde

Bereits im Sommer hatten sich zwei Kandidaten um das Amt beworben: der Bautzener Dompfarrer Christian Tiede und Auslandspfarrer Stephan Arras. Beide scheiterten im Juli vor der Auswahlkommission. Daraufhin war die Stelle noch einmal ausgeschrieben worden.

Die Frauenkirche hat keine eigene Gemeinde im klassischen Sinne, sondern verbindet mit Gottesdiensten und anderen Angeboten Einheimische und Touristen. Im Zentrum steht die Friedens- und Versöhnungsarbeit. Jährlich besuchen die in den 1990-er Jahren nach barockem Vorbild wiederaufgebaute und 2005 geweihte Kirche etwa zwei Millionen Menschen. Sebastian Feydt, der seit 2007 als Frauenkirchenpfarrer und Geschäftsführer der Stiftung Frauenkirche tätig war, war im August als Superintendent nach Leipzig gewechselt.

Von epd mit fkä

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