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Ehrung für NUS

Zur Schließung verurteilte Schule in Dresden erhält Designpreis

Die Natur- und Umweltschule NUS in Dresden musste schließen. Jetzt erhält sie einen Designpreis für ihr Erscheinungsbild.

Die Natur- und Umweltschule NUS in Dresden musste schließen. Jetzt erhält sie einen Designpreis für ihr Erscheinungsbild.

Dresden. Das ist „So geht sächsisch“ der besonderen Art: Die Natur- und Umweltschule (NUS) in Dresden wurde zur Schließung verurteilt, trotzdem hat sie jetzt einen Designpreis des Freistaats erhalten.

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Im Mai hatte das Oberverwaltungsgerichts Bautzen (OVG) entschieden, dass die freie Schule keinen Anspruch auf eine Genehmigung hat. Es fehle das besondere pädagogischen Interesse am Betrieb der Schule, urteilten die Richter. Sie änderten damit die Auffassung des Verwaltungsgerichts Dresden und gaben der Ansicht des Landesamtes für Schule und Bildung recht. Der jahrelange Kampf mit Demonstrationen und tausenden Unterstützerunterschriften blieb erfolglos.

Noch im April 2018 war die NUS als Ressourcenschule „Wir sind Vorbild“ ausgezeichnet worden und seit September tourt sie als Teil einer „Best Practice“-Ausstellung als gutes Praxisbeispiel zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung der Lokalen Agenda Dresden durch den Freistaat. Im August hatte die Grundschule schließen müssen.

Mehrfach hatte es Demonstrationen zum Erhalt der Natur- und Umweltschule in Dresden gegeben.

Mehrfach hatte es Demonstrationen zum Erhalt der Natur- und Umweltschule in Dresden gegeben.

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Nun gab es die nächste Ehrung: Beim Sächsischen Staatspreises für Design 2018 wurde neben den Kategorien Produktdesign, Kommunikationsdesign, gestaltetes Handwerk und Sounddesign auch ein Publikumspreis verliehen. 7981 Menschen stimmten laut einer Mitteilung des NUS-Fördervereins im September für „Corporate Design“ der Natur- und Umweltschule, dass durch den Kommunikationsdesigner Thomas Neugebauer gestaltet worden ist.

Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) dankte allen Preisträgern für ihre Leistung: „Für mich sind Sie alle Botschafterinnen und Botschafter für ein kreatives und modernes Sachsen.“ Für dieses Image wirbt der Freistaat sonst unter anderem mit der Kampagne „So geht sächsisch“.

Der Kommunikationsdesigner Neugebauer hat der Schule nach Angaben des Vereins ein unverkennbares Corporate Design unter anderem für Informationsbroschüren, Spendenflyer und Merchandise-Produkte verliehen. Neugebauer kündigte den weiteren Einsatz für die Neugründung der Schule an.

Von Ingolf Pleil

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