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Zoll

Zoll deckt auf – Baufirmen brachten Staat um 6,5 Millionen

Zollbeamte betreten bei einer Razzia gegen Schwarzarbeit eine Baustelle.

Zollbeamte betreten bei einer Razzia gegen Schwarzarbeit eine Baustelle.

Dresden.Die „Industriegewerkschaft Bauen – Agrar – Umwelt“ (IG BAU) legt ihre Bilanz für das erste Halbjahr 2018 vor und diese ist ernüchternd. Baufirmen brachten den Staat um 6,5 Millionen Euro.

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Beamte des Zolls sollen die 362 Bauunternehmen in Dresden noch häufiger auf illegale Machenschaften überprüfen., fordert die IG BAU mit Blick auf neue Zahlen des Bundesfinanzministeriums. Danach deckten Kontrolleure bei Firmen im Bereich des Hauptzollamts Dresden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres einen Schaden von 8,7 Millionen Euro wegen nicht gezahlter Steuern und Sozialabgaben auf. Ein Großteil des Betrugs betraf das Baugewerbe: Allein in der Baubranche entgingen dem Staat 6,5 Millionen Euro.

„Die Bauwirtschaft bleibt im Branchenvergleich ein Hotspot krimineller Energie“, so Jörg Borowski von der IG BAU Dresden. Insbesondere Beschäftigte aus Osteuropa würden häufig um den Lohn gebracht, der ihnen zustehe. Am Ende komme das den Steuerzahler teuer zu stehen. „Bei Schwarzarbeit und Mindestlohnverstößen geht dem Staat richtig Geld verloren: Steuern und Sozialabgaben –also Beiträge, die der Renten-, Kranken-, Pflege-und Arbeitslosenversicherung fehlen“, macht Borowski deutlich.

Schwarze Schafe gebe es immer wieder. Die Zöllner müssten daher auch Baustellen in Dresden stärker in den Blick nehmen. Die IG BAU fordert bundesweit mindestens 10 000 Beamte für die Finanzkontrolle. Zuletzt hatte die Einheit lediglich rund 7 200 Mitarbeiter.

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Von Carolin Seyffert

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