Kunstsammlungen suchen Exponate

Zeigt her Eure Schokoladenmädchen

Diese Flaschenverkleidung im Schokoladenmädchen-Gewand von Joachim Hanke wird in der Ausstellung zu sehen sein.

Diese Flaschenverkleidung im Schokoladenmädchen-Gewand von Joachim Hanke wird in der Ausstellung zu sehen sein.

Dresden. Ein bisschen ging es am Sonnabend im Dresdner Residenzschloss zu wie in der ZDF-Sendung „Bares für Rares“: Menschen, die ihre Exponate anpreisen, Experten, die ihre Meinung dazu abgeben. Nur verkauft wurde am Ende nichts. Und das war auch so gewollt. Bei den präsentierten Objekten handelte es sich um Stücke, die schon bald eine Ausstellung rund um das berühmte „Schokoladenmädchen“ von Jean-Etienne Liotard bereichern sollen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Ab dem 29. September soll die Schau in der Gemäldegalerie zu sehen sein. Die Staatlichen Kunstsammlungen hatten im Vorfeld Liebhaber des Pastells dazu aufgerufen, ihre ganz persönlichen Erinnerungsstücke einzureichen. Etwa 30 Personen beteiligten sich an der Aktion und verwandelten den Hans-Nadler-Saal in ein Schokoladenmädchen-Salon – mit Drucken, Figuren, Zeichnungen oder Alltagsgegenständen, die alle Bezug nehmen auf das Werk, das zu den meistreproduziertesten der Gemäldegalerie Alte Meister gehört.

Eine Jury – bestehend aus Roland Enke, der die Ausstellung kuratieren wird, Stephan Koja, Direktor der Gemäldegalerie Alte Meister, Tulga Beyerle, Direktorin des Kunstgewerbemuseums, und Igor Jenzen vom Museum für sächsische Volkskunst – machten sich dann an die Arbeit, die Spreu vom Weizen zu trennen. Ausschlaggebend für sie: Originalität und Ausstellbarkeit.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Am Ende setzten sich Gudrun Vollmer mit einem Porzellan-Service, Antje Roesner mit einer Intarsienarbeit von Helmut Brühl, Dieter Härtel mit einer Grafik und Joachim Hanke mit einer Flaschenverkleidung durch. Die Schokoladenmädchen-Exponate werden nun der Öffentlichkeit im Rahmen der Schau präsentiert. Fünf weitere Objekte sollen in einer Glasvitrine im Kassenbereich der Gemäldegalerie für die Ausstellung werben.

Das „Schokoladenmädchen“ von Jean-Etienne Liotard gehört zu einem der bekanntesten Motive der Kunstgeschichte. Entstanden um 1744 während eines Wien-Aufenthalts des Künstlers erlangte das Werk bereits im 18. Jahrhundert große Berühmtheit. Seither wurde es vielfach kopiert, rezipiert und abgedruckt.

Von Christin Grödel

Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen