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Verkehrspolitik

Zastrow kristisiert Pläne für Gerokstraße in Dresden

Die Gerokstraße befindet sich in einem schlimmen Zustand.

Die Gerokstraße befindet sich in einem schlimmen Zustand.

Dresden.Manchmal sei es besser, wenn zerschlissene Fahrbahnen nicht repariert werden. "Dann muss man zwar über eine Holperpiste fahren, aber man hat wenigstens den Verkehrsraum zur Verfügung", erklärte Holger Zastrow, Vorsitzender der Stadtratsfraktion FDP/Freie Bürger, mit Blick auf die Vorplanungen für die Gerokstraße/Blasewitzer Straße zwischen Güntzplatz und Fetscherstraße.

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Ab 2020 könnte eine der schlimmsten Holperstrecken in Johannstadt saniert werden, aber freuen kann sich der Liberale darüber nicht: „Es soll wieder Einschränkungen für Autofahrer geben. Künftig werden sich Straßenbahn und motorisierter Individualverkehr eine Spur teilen – und gemeinsam im Stau stehen“, so Zastrow. Dafür würden breite Radwege angelegt. „Die einzigen, für die sich die Situation nach der Sanierung verbessert, sind die Radfahrer.“

Trasse ist Umleitungsstrecke

Die Stadtverwaltung setze völlig falsche Prioritäten, wenn die wichtigsten Verkehrsachsen der Stadt nur noch einspurig gestaltet würden. „Wir brauchen leistungsfähige Verkehrsachsen und dürfen keinen Verkehrsteilnehmer benachteiligen“, gibt Zastrow zu bedenken und befürchtet, dass auch die Loschwitzer Straße einspurig ausgebaut wird, wenn die Sanierung von Gerokstraße und Blasewitzer Straße abgeschlossen ist. Diese Trasse sei aber als Umleitungsstrecke vorgesehen, wenn Blaues Wunder und Schillerplatz saniert werden sollen. „Dann machen wir eine wichtige Hauptverkehrsstraße zum Nadelöhr für alle, die mit dem Auto oder mit der Straßenbahn fahren“, so Zastrow.

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Der Rückbau von Fahrspuren sei einfallslos, er plädiere für innovative Lösungen, so Zastrow. Warum, fragt er, müssten Radfahrer unbedingt über die Hauptverkehrsache Gerokstraße und Blasewitzer Straße geführt werden statt über die Nebenstraße Fiedlerstraße? „Das wäre eine viel bessere Lösung mit deutlich weniger Konfliktpotenzial für die Radfahrer“, findet Zastrow.

Die Gerokstraße/Blasewitzer Straße wird täglich von 14.000 Kraftfahrzeugen genutzt. Der Stadtrat soll die Vorplanungen auf seiner Sitzung am 17. Mai bestätigen.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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