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13. Februar

Wie die Dresdner der Zerstörung ihrer Stadt im Zweiten Weltkrieg gedenken

Die Menschenkette wird wie auch 2018 wieder das stärkste Bild des Dresdner Gedenkens liefern.

Die Menschenkette wird wie auch 2018 wieder das stärkste Bild des Dresdner Gedenkens liefern.

Dresden.Am 13. Februar gedenken die Dresdner der Zerstörung ihrer Stadt im Zweiten Weltkrieg. Polizei, Stadt und Organisatoren erwarten einen stillen, dem Anlass angemessenen Verlauf ohne größere Störungen. Ein Überblick.

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Dezentrales Gedenken

Der Tag beginnt mit dem dezentralen Gedenken, das in Dresden seit einigen Jahren üblich ist. Dazu wird zum Beispiel 10 Uhr auf die Sporergasse geladen. Aus dem dortigen „Judenhaus“ Sporergasse 2 wurden 1942 viele Bewohner ins Lager Hellerberg und später nach Auschwitz deportiert. Die Zurückgebliebenen starben nach heutigen Erkenntnissen bei den Luftangriffen vom 13. Februar. Weitere Gedenkveranstaltungen finden 10 Uhr auf dem Neuen Katholischen Friedhof, der Gedenkstätte ehemaliger Äußerer Matthäusfriedhof und dem Urnenhain Tolkewitz, 11 Uhr auf dem Alten Annenfriedhof und an der Memorialanlage für de Luftkriegstoten auf dem Heidefriedhof statt, dem früher zentralen Gedenkort, der am Wochenende beschmiert wurde. 15.30 Uhr gedenken Schüler auf dem Johannisfriedhof.

Innenstadt

Am Nachmittag konzentriert sich das Geschehen dann auf die Innenstadt. Von 15 bis 22 Uhr ist das traditionelle stille Gedenken vor der Frauenkirche geplant. Darum hatte es im letzten Jahr Auseinandersetzungen mit der rechten Splittergruppe Wellenlänge gegeben. Sie wollte ihr eigenes Gedenken auf dem Neumarkt gestalten, war dann mit dem zugewiesenen Platz am Rand nicht zufrieden und löste die Versammlung auf. In diesem Jahr gibt es erneut eine Anmeldung aus dem Wellenlänge-Umfeld – zeitgleich zum stillen Gedenken der Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche.

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Beide Anmelder haben sich offenbar auf stille Gedenkformen verständigt, wie es aus dem Ordnungsamt heißt. Beide Veranstaltungen finden jedenfalls auf dem Neumarkt statt. „Für den 13. Februar sehe ich den Neumarkt als Schwerpunkt an“, sagt dazu Renè Demmler, der den Einsatz der Dresdner Polizei leitet. „Um mögliche Spannungen gar nicht erst aufkommen zu lassen, werden wir deshalb auch den Einsatz unserer Kommunikationsteams auf den Neumarkt konzentrieren.“

Auf dem Altmarkt könnte es hingegen zu Störungen kommen. Dort lädt die AfD nach DNN-Informationen am späten Abend zu einer Veranstaltung ein. Im vergangenen Jahr hatte es dabei Auseinandersetzungen zwischen Gegenprotest und Polizei gegeben. Dennoch rechnet Demmler am 13. Februar grundsätzlich nicht mit Störungen.

Menschenkette

Höhepunkt und kräftigstes Symbol des Dresdner Gedenkens ist die Menschenkette, bei der sich Tausende Dresdner am Abend die Hand reichen – und damit symbolisch die Innenstadt schützen. 17Uhr findet der Auftakt zur Menschenkette an der Goldenen Pforte des Rathauses statt, 17.30 Uhr beginnt der Aufbau, 18 Uhr wird sie geschlossen, bis die das Geläut der Dresdner Kirchglocken verstummt. Es schließt sich von 18.15 Uhr bis 20 Uhr der Dresdner Gedenkweg zu symbolträchtigen Orten der Innenstadt an, der an der Synagoge beginnt. 20.30 Uhr findet der Ökumenische Friedensgottesdienst in der Kreuzkirche statt.

Die Dresdner Polizei hat ein Kontakttelefon unter der Rufnummer 483 30 00 eingerichtet. Es ist am 13. Februar bis 20 Uhr besetzt.

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Von Uwe Hofmann

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