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Weltkatzentag 2018

Wenn Katzen Hüte tragen

Symbolbild

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Dresden.Der Weltkatzentag am 8. August wurde ursprünglich ins Leben gerufen, um auf die Missstände aufmerksam zu machen, unter denen Katzen gehalten werden. Heute gilt der Tag jedoch zumeist der Zurschaustellung lustiger Videos von Katzen bei menschlichen Tätigkeiten oder in bunten Kostümierungen.

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Die Katze ist mit Abstand das beliebteste Haustier der Deutschen. Nach Angaben des Marktforschungsinstitutes Skopos lebten rund 13,4 Millionen flauschige Vierbeiner 2017 in der Bundesrepublik. Damit beherbergt fast jeder fünfte Haushalt eine Samtpfote.

Während die Internetgemeinde ihre flauschigen Stubentiger feiert und allerlei lustige Gifs und Memes verschickt werden, nutzt der WWF den Tag, um auf die kritische Situation pinselohriger Katzen aufmerksam zu machen.

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Luchse werden in Deutschland trotz des strengen Schutzes immer wieder illegal getötet und auch durch die Erweiterung von Verkehrswegen ist ihr Lebensraum immer wieder gefährdet. Die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt hat sich das Ziel gesetzt den Luchs bis zum Jahr 2020 in den Mittelgebirgen und bayrischen Alpen wieder heimisch zu machen und damit die pinselohrige Katze allmählich von der Roten Liste der stark gefährdeten Tiere verschwinden zu lassen.

Wie Luchse leiden auch gleichzeitig rund zwei Millionen frei lebende Katzen, die in den Städten auf sich allein gestellt sind. Laut dem Expertennetzwerk „Kennzeichnung und Registrierung“, einem Arbeitskreis aus den Tierschutzbeauftragten der Länder sowie Experten aus dem Bereich der Tiermedizin, sind die Vierbeiner in der Regel nicht geimpft, nicht kastriert, krank und abgemagert. Verschlimmern würde sich die Situation der Katzen vor allem durch die ständige Paarung der Tiere. Unter den streunenden Katzen seien auch oftmals entlaufene Tiere, die durch die bundeseinheitliche Pflicht der Registrierung wieder ihren Besitzern übergeben werden könnten. Mit 650 deutschen Städten und Gemeinden ist eine Katzenschutzverordnung jedoch bislang nur in einem Bruchteil Deutschlands in Kraft getreten.

Symbolbild aus der Praxis einer Tier-Therapeutin

Symbolbild aus der Praxis einer Tier-Therapeutin

So gibt es auch in Dresden bislang keine Katzenschutzverordnung und keine Pflicht zur Registrierung von Katzen. 2017 gab es insgesamt 309 Fundkatzen im Stadtgebiet, nur 58 wurden von ihren Besitzern gesucht und aus dem Tierheim wieder abgeholt. Mit 12,3 Prozent ist das eine sehr geringe Quote – die übrigen Katzen wurden offenbar nicht vermisst. Gerade in den letzten Wochen wurden vermehrt herrenlose Katzen im Tierheim abgegeben, von den 100 verfügbaren Plätzen sind aktuell 60 belegt.

Im Tierheim erfolgt immer eine Prüfung, ob die Katze einen Mikrochip trägt und das Tier in einem Heimtierregister registriert ist. Ist dies der Fall, wird der Besitzer umgehend informiert und kann sein vermisstes Haustier wieder in Empfang nehmen. Die Realität sieht oft jedoch anders aus: Nur wenige Fundkatzen sind ihrem Besitzer zuzuordnen. Dabei muss es nicht mal unbedingt der Mikrochip sein. Schon einfache Maßnahmen wie ein Halsband mit Name und Telefonnummer des Halters machen eine schnelle Zuordnung möglich. In diesem Zusammenhang bittet das Tierheim Dresden alle Halter freilaufender Katzen, sich ihrer Verantwortung bewusst zu werden und durch Kastration seines Tiers weiteren ungewollten Nachwuchs zu verhindern.

Neben all dem Spaß über lustige Katzenvideos lohnt es sich heute also doppelt, seinen flauschigen Vierbeiner in den Arm zu nehmen und mit reichlich Wasser und kreativen Fressangeboten wie Thunfischeis vor der Hitze zu schützen.

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Von mir

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