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Dresden

Wenig Zulauf bei Mahnwache von Pegida-Anhängern vor dem Landtag

Etwa 50 Personen sind dem Demo-Aufruf aus dem rechten Spektrum gefolgt.

Etwa 50 Personen sind dem Demo-Aufruf aus dem rechten Spektrum gefolgt.

Dresden.Der Aufruf aus dem rechten Spektrum hat nicht gezogen: Vor dem Dresdner Landtag haben sich am Nachmittag weniger als 50 Personen im Rahmen der Demonstration „Innere Sicherheit - schützt unsere Familien“ versammelt. Organisator Nicos Chawales zeigte sich dennoch zufrieden mit der Teilnehmerzahl. Unter ihnen befanden sich mehrere Menschen, die zum Stammpublikum von Pegida gehören.

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Die Situation war entspannt, wie die Kollegen vor Ort mitteilten. Rund 150 Gegendemonstranten waren unter dem Motto „Kein Platz für rechte Hetze“ an der Devrientstraße zusammengekommen, darunter der Linkenvorsitzende Rico Gebhardt. Auch ausländische Presseteams verfolgten das Geschehen.

Da es auf beiden Seiten anfangs weder Sprechchöre noch Redebeiträge gab, wirkte das Geschehen sehr statisch. Später ergriffen bei der Mahnwache mehrere Redner das Wort und geißelten die Asylpolitik der Bundesregierung. Auf einem Banner wurde Chemnitz in einer Reihe mit Berlin, Paris und London genannt - Städte, in denen Attentate stattgefunden hatten.

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Um 17:20 startete am Bernhard-von-Lindenau-Platz, in direkter Hör- und Sichtweite zur Mahnwache, eine Spontanversammlung "Nazis widersprechen". Diese endete laut Polizeiangaben gegen 19.00 Uhr.

Dresdens Polizeipräsident Horst Kretzschmar hatte sich im Vorfeld der Mahnwache gelassen gezeigt: „Wir haben heute die uns vorliegenden Fakten bewertet. Im Ergebnis sehen wir aktuell nur ein geringes Mobilisierungspotenzial. Wir gehen daher von einem ruhigen Einsatz aus.“ Die Lage werde aber regelmäßig neu bewertet. „Wir bleiben solange es erforderlich ist. Wenn es weniger Demonstranten werden, rücken auch entsprechend Beamte ab“, sagte Polizeisprecher Thomas Geithner. Insgesamt waren nach Polizeiangaben zum Versammlungsgeschehen in Dresden am Dienstag rund 200 Beamte im Einsatz.

Die Mahnwache ist eine Reaktion auf die Ereignisse in Chemnitz. Nach dem gewaltsamen Tod eines 35-Jährigen war es am Sonntag und am Montag dort in der Innenstadt zu Aufmärschen von Rechtsextremen gekommen. Dabei war es auch zu Ausschreitungen gekommen. Unter anderem waren Polizisten mit Flaschen und Steinen beworfen worden, Augenzeugen berichten von etlichen Angriffen auf Gegner des Naziaufmarsches.

Von DNN

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