Welche DDR-Relikte bei DNN-Redakteuren überlebt haben

Multiboy, der Handmixer Marke Gloria und der Acosta-Partygrill waren die treuen Begleiter der DDR-Hausfrau, wohingegen die Brutzelette doch eher selten in der gut sortierten Küche anzutreffen war. Kein Wunder, weil der kleine und tatsächlich voll funktionsfähige Elektroherd vom VEB Gaselan in erster Linie fürs Spielzimmer konzipiert war. Gemeinsam mit seiner wenige Jahre älteren Schwester konnte DNN-Redakteur Sebastian Kositz damals ein eigenes Süppchen kochen. Für die heutige Generation der Helikoptereltern muss dieser Puppenherd schlichtweg ein Albtraum sein – besteht doch die Gefahr, dass die dabsche Barby das Einfamilienhaus in Brand setzt. Anderseits: Wie lernen Kinder denn sonst, dass die Herdplatte heiß ist...
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Multiboy, der Handmixer Marke Gloria und der Acosta-Partygrill waren die treuen Begleiter der DDR-Hausfrau, wohingegen die Brutzelette doch eher selten in der gut sortierten Küche anzutreffen war. Kein Wunder, weil der kleine und tatsächlich voll funktionsfähige Elektroherd vom VEB Gaselan in erster Linie fürs Spielzimmer konzipiert war. Gemeinsam mit seiner wenige Jahre älteren Schwester konnte DNN-Redakteur Sebastian Kositz damals ein eigenes Süppchen kochen. Für die heutige Generation der Helikoptereltern muss dieser Puppenherd schlichtweg ein Albtraum sein – besteht doch die Gefahr, dass die dabsche Barby das Einfamilienhaus in Brand setzt. Anderseits: Wie lernen Kinder denn sonst, dass die Herdplatte heiß ist...

Von wegen, in der Honecker-Ära gab es keine Werbe-Artikel. Hier ein Lineal, mit der die längst verflossene Reichsbahn Nachwuchskader suchte.
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Von wegen, in der Honecker-Ära gab es keine Werbe-Artikel. Hier ein Lineal, mit der die längst verflossene Reichsbahn Nachwuchskader suchte.

Nudelholz, Topfuntersetzer, Mixgerät, Tortenheber, Tee-Ei. Reichsbahn-Lineal, Lupe, Dosenöffner und die legendären „Tabellen und Formeln“, die selbst im Internet-Zeitalter manchmal besser weiterhelfen.
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Nudelholz, Topfuntersetzer, Mixgerät, Tortenheber, Tee-Ei. Reichsbahn-Lineal, Lupe, Dosenöffner und die legendären „Tabellen und Formeln“, die selbst im Internet-Zeitalter manchmal besser weiterhelfen.

Als Teenager – zumal im ländlichen Raum – unterliegt man so manchen ulkigen Modetrends. Warum Christin Grödel, Online-Chefin bei den DNN, damals plötzlich auf die alten Klamotten ihres Vaters abfuhr, weiß sie nicht mehr, aber genauso war es. Sie plünderte Schlaghosen, Wollpullis und Obertrikotagen aus längst vergangenen Zeiten, die ein trauriges Dasein als Schrankhüter gefristet hatten. Viele Teile erlebten ein eher kurzes Revival. Aber ein Poloshirt, das ihr Vater in seinen Zwanzigern getragen hatte, hat alle Umzüge überstanden und ist von Schrank zu Schrank mitgewandert. Beim jüngsten Ausmisten fiel es ihr wieder in die Hände. Und siehe da: Es gefällt immer noch. Wer braucht schon Krokodile, wenn man Fische haben kann. Nur etwas weiter hatte sie es in Erinnerung. Muss wohl eingegangen sein...
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Als Teenager – zumal im ländlichen Raum – unterliegt man so manchen ulkigen Modetrends. Warum Christin Grödel, Online-Chefin bei den DNN, damals plötzlich auf die alten Klamotten ihres Vaters abfuhr, weiß sie nicht mehr, aber genauso war es. Sie plünderte Schlaghosen, Wollpullis und Obertrikotagen aus längst vergangenen Zeiten, die ein trauriges Dasein als Schrankhüter gefristet hatten. Viele Teile erlebten ein eher kurzes Revival. Aber ein Poloshirt, das ihr Vater in seinen Zwanzigern getragen hatte, hat alle Umzüge überstanden und ist von Schrank zu Schrank mitgewandert. Beim jüngsten Ausmisten fiel es ihr wieder in die Hände. Und siehe da: Es gefällt immer noch. Wer braucht schon Krokodile, wenn man Fische haben kann. Nur etwas weiter hatte sie es in Erinnerung. Muss wohl eingegangen sein...

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Zugegeben: Sonderlich oft wird sie nicht mehr genutzt. Aber wenn, dann tut die Tortenspritze aus den frühen 1980er Jahren nach wie vor gute Dienste. Neben der Originalverpackung haben sich auch die sechs verschiedenen Aufsätze erhalten, mit denen man ganz nach Bedarf sein Backwerk verzieren kann. Der Aufsatz mit dem langen, dünnen Rohr ist zum Befüllen von Pfannkuchen mit Marmelade gedacht. Hergestellt wurde dieses Set mit dem Markennamen „Ideal“, das einst für 1,50 Mark erhältlich war, vom VEB Feintechnik im Betriebsteil Zella-Mehlis, mitten im Thüringer Wald. Wenn man daran denkt, welche leckeren Cremes schon durch diese Spritztüllen geflossen sind, läuft einem direkt das Wasser im Mund zusammen.
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Zugegeben: Sonderlich oft wird sie nicht mehr genutzt. Aber wenn, dann tut die Tortenspritze aus den frühen 1980er Jahren nach wie vor gute Dienste. Neben der Originalverpackung haben sich auch die sechs verschiedenen Aufsätze erhalten, mit denen man ganz nach Bedarf sein Backwerk verzieren kann. Der Aufsatz mit dem langen, dünnen Rohr ist zum Befüllen von Pfannkuchen mit Marmelade gedacht. Hergestellt wurde dieses Set mit dem Markennamen „Ideal“, das einst für 1,50 Mark erhältlich war, vom VEB Feintechnik im Betriebsteil Zella-Mehlis, mitten im Thüringer Wald. Wenn man daran denkt, welche leckeren Cremes schon durch diese Spritztüllen geflossen sind, läuft einem direkt das Wasser im Mund zusammen.

Diese Rouladennadeln tun bis heute ihren Dienst. Ursprünglich befanden sich zehn dieser kleinen Stechwerkzeuge in der Originalverpackung, nach der Wende kamen noch ein paar hinzu. Stolz pries der Hersteller, der VEB Nadelwerk Ichtershausenunweit von Erfurt sein Produkt (Preis: 0,47 M) als „nichtrostend“ an.
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Diese Rouladennadeln tun bis heute ihren Dienst. Ursprünglich befanden sich zehn dieser kleinen Stechwerkzeuge in der Originalverpackung, nach der Wende kamen noch ein paar hinzu. Stolz pries der Hersteller, der VEB Nadelwerk Ichtershausenunweit von Erfurt sein Produkt (Preis: 0,47 M) als „nichtrostend“ an.

Manche DDR-Utensilien sind unverwüstlich. Hier DNN-Reporter Heiko Weckbrodt mit einem Nudelholz, mit dem schon Oma den Teig geglättet hat.
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Manche DDR-Utensilien sind unverwüstlich. Hier DNN-Reporter Heiko Weckbrodt mit einem Nudelholz, mit dem schon Oma den Teig geglättet hat.

Heute gibt es Wasserkocher, in der DDR gab es zum gleichen Zweck Tauchsieder. Das vom VEB Vereinigte Elektrobetriebe Gera produzierte Gerät der Marke „Weltor“ leistete 1000 Watt und war zum Preis von 10,85 Mark zu haben. Mit seiner Hilfe ließ sich beispielsweise beim Campen problemlos Wasser erhitzen, indem man die Heizspirale in den gefüllten Topf eintauchte.
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Heute gibt es Wasserkocher, in der DDR gab es zum gleichen Zweck Tauchsieder. Das vom VEB Vereinigte Elektrobetriebe Gera produzierte Gerät der Marke „Weltor“ leistete 1000 Watt und war zum Preis von 10,85 Mark zu haben. Mit seiner Hilfe ließ sich beispielsweise beim Campen problemlos Wasser erhitzen, indem man die Heizspirale in den gefüllten Topf eintauchte.

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Dieses praktische Küchengerät namens Multiboy stammt aus dem VEB Elektromaschinenbau Dresden. Ende der 1980er Jahre produziert, ist der abgebildete Typ „LZ 2000“ die modernste Generation dieser Lebensmittelzerkleinerer aus der DDR. Die pflegeleichte Allzweckwaffe zermalmt nicht nur alles von der Zwiebel bis zum Fleisch, sondern erweist sich nis heute wegen der einfachen Konstruktion als unkapputbar.
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Dieses praktische Küchengerät namens Multiboy stammt aus dem VEB Elektromaschinenbau Dresden. Ende der 1980er Jahre produziert, ist der abgebildete Typ „LZ 2000“ die modernste Generation dieser Lebensmittelzerkleinerer aus der DDR. Die pflegeleichte Allzweckwaffe zermalmt nicht nur alles von der Zwiebel bis zum Fleisch, sondern erweist sich nis heute wegen der einfachen Konstruktion als unkapputbar.

Diese Brotdose begleitet DNN-Fotografin Anja Schneider seit ihrer Zeit im Kindergarten in tiefsten DDR-Tagen. In die Dose, die es in verschiedenen Farben und Größen gab, passte für den großen Hunger genug hinein. Sie war immer dabei – zu Wandertagen, im Schulalltag und zu Wettkämpfen und auf Reisen. Nur ein paar kleine Dellen und Kratzer zeugen vom häufigen Gebrauch. Noch heute wird die Dose befüllt, wenn es hinaus in die Natur oder auf Exkursionen geht.
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Diese Brotdose begleitet DNN-Fotografin Anja Schneider seit ihrer Zeit im Kindergarten in tiefsten DDR-Tagen. In die Dose, die es in verschiedenen Farben und Größen gab, passte für den großen Hunger genug hinein. Sie war immer dabei – zu Wandertagen, im Schulalltag und zu Wettkämpfen und auf Reisen. Nur ein paar kleine Dellen und Kratzer zeugen vom häufigen Gebrauch. Noch heute wird die Dose befüllt, wenn es hinaus in die Natur oder auf Exkursionen geht.

 
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