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Bildung

Warum es für die 88. Grundschule langsam Hoffnung gibt

Bildungsbürgermeiste Hartmut Vorjohann, Schulleiterin Claudia Köhler und Kultusminister Christian Piwarz vor dem künftigen Gebäude der 88. Grundschule und dem Scheck für den Landesanteil zur Sanierung des DDR-Baus.

Bildungsbürgermeiste Hartmut Vorjohann, Schulleiterin Claudia Köhler und Kultusminister Christian Piwarz vor dem künftigen Gebäude der 88. Grundschule und dem Scheck für den Landesanteil zur Sanierung des DDR-Baus.

Dresden. Wer sich erinnert, welche Aktionen als Baustart für die Waldschlösschenbrücke herhalten mussten, der denkt vielleicht es ist schon losgegangen. Doch das wäre ein Trugschluss. Für die Sanierung des künftigen Gebäudes der 88. Grundschule am Plantagenweg stehen sogar schon die Fördermittel bereit, doch für eine Baustart muss noch einiges dazu kommen.

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Erst die Zufahrt, dann das Gebäude

Kultusminister Christian Piwarz (CDU) überreichte am Mittwoch auf dem Plantagenweg in Niederpoyritz einen symbolischen Scheck über 2,1 Millionen Euro. 9,5 Millionen Euro soll die Sanierung des alten Schulgebäudes kosten, der Plattenbau entstand 1977. Nach Auslaufen der 87. Grundschule im Jahr 2003 steht der Bau seit 15 Jahren leer, im historischen Schulhaus von 1896 nebenan hat der Elbhangtreff seinen Sitz.

aVon 1990 bis 1992 ist Kultusminister Christian Piwarz hier noch selbst zu Schule gegangen. Seit 2003 ist an der Posterwand nichts Neues mehr dazugekommen.

aVon 1990 bis 1992 ist Kultusminister Christian Piwarz hier noch selbst zu Schule gegangen. Seit 2003 ist an der Posterwand nichts Neues mehr dazugekommen.

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Bei der Sanierung soll der DDR-Bau erhalten bleiben, die gesamte Außenanlage wird umgestaltet, die alte Sporthalle abgerissen und durch einen neue Einfeld-Sporthalle ersetzt. Das Gelände ist nur über den schmalen Plantagenweg zu erreichen. An der Einfahrt von der Pillnitzer Landstraße aus hat es schon Abrissarbeiten gegeben.

Der Startschuss für die Schulsanierung ist damit aber noch längst nicht gefallen. Damit kann erst begonnen werden, wenn der Plantagenweg für schwere Baufahrzeuge fit gemacht ist. Eine erste Ausschreibung ist gescheitert, die Baukonjunktur lässt die 200 Meter Straße wohl nicht besonders attraktiv erscheinen. Nun läuft ein zweiter Versuch. Bis zum Nikolaustag können Angebote abgegeben werden. Wenn die Stadt dabei etwas Vernünftiges in die Schuhe geschoben bekommt, könnte es im kommenden Jahr losgehen – mit der Zufahrt. 2020 könnten sich die Handwerker dann über die Schule hermachen.

Claudia Köhler war schon Lehrerin an der 88. Grundschule, wurde dann Schulleiterin an der 108. Grundschule und ist seit Beginn des Schuljahres in Personalunion auch Chefin der 88. Grundschule, weil für die Leitung der 108. noch intensiv nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin gesucht wird, wie Kultusminister Piwarz versichert.

Die Stadträte haben entschieden, dass der alte DDR-Bau nicht abgerissen, sondern saniert wird.

Die Stadträte haben entschieden, dass der alte DDR-Bau nicht abgerissen, sondern saniert wird.

Köhler sehnt die Sanierung herbei. Der derzeitige Doppelstandort der 88. Grundschule und 88. Oberschule auf der Dresdner Straße 50 in Pillnitz muss getrennt werden, damit beide Schulen ihre Kapazitäten erweitern können. Im aktuellen Schuljahr 2018/2019 hat die 88. Grundschule 98 Schüler in vier Klassen und an der 88. Oberschule lernen 314 Schüler in zwölf Klassen. „Wir haben kaum ein richtiges Lehrerzimmer, die vier Klassenräume laufen in Doppelnutzung mit dem Hort, das kollidiert mit Ganztagsangeboten, es gibt Geld vom Land, aber wir können es nicht umsetzen“, bedauert sie. Die 88. Grundschule soll im Sommer 2022 an den Plantagenweg umziehen und dort als zweizügiger Schulstandort mit Hortangebot geführt werden.

Als sich Frau Köhler für die Spitze der 88. bewarb, sollte die Schule noch 2020 fertig werden. Als die ersten Beschlüsse für die Sanierung 2012 und 2013 vom Stadtrat gefällt wurden, war noch von 2017 oder 2018 und 7,6 Millionen Euro die Rede.

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Nun können alle Beteiligten nur auf den Nikolaus hoffen, damit irgendwann Kinder und Lehrer genießen können, was Vorjohann und Piwarz „den schönsten Blick aus einem Schulgebäude in Dresden oder sogar der ganzen Welt“ nennen.

Von Ingolf Pleil

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