Dresden betroffen

Warnstreik im Busverkehr sorgt für Verspätungen

Streikende Busfahrer am Donnerstagmorgen am Ammonhof in Dresden.

Streikende Busfahrer am Donnerstagmorgen am Ammonhof in Dresden.

Dresden. Mit einem Warnstreik im Regional- und Nahverkehr in Sachsen haben Busfahrer am Donnerstag für Verkehrsschwierigkeiten gesorgt. Damit sollte der Druck auf die Arbeitgeber mit Blick auf die nächste Verhandlungsrunde wachsen, die am kommenden Dienstag beginnt. Verdi-Sprecher Jürgen Becker sprach von Einschränkungen vor allem bei Busverbindungen in West-, Mittel- und Ostsachsen. Die 11 Betriebe „von Zwickau bis Zittal“ seien von den Gewerkschaftsmitgliedern geschlossen bestreikt worden, sagte Becker am Donnerstagabend der dpa.

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Nach Angaben des Verkehrsverbundes Mittelsachsen fielen in seinem Bereich drei Viertel aller Busverbindungen aus. Allerdings seien die Fahrgäste im Vorfeld informiert worden, sagte der für Personenverkehr zuständige Geschäftsleiter Henning Schmidt. Aus diesem Grund wäre der Warnstreik ohne große Aufgeregtheit über die Bühne gegangen.

Die Gewerkschaft hatte zu Beginn mit bis zu 1300 Teilnehmern an den Warnstreiks gerechnet. Diese Zahl sei möglicherweise noch überstiegen worden, sagte Verdi-Sprecher Becker. Da der Warnstreik noch bis in die Nachtstunden andauerte, gab es zunächst keine abschließende Zahl.

Die Fähre Johanna stand am Donnerstagmorgen still

Die Fähre Johanna stand am Donnerstagmorgen still.

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Keinen Warnstreik gab es nach Angaben von Verdi in Leipzig und Nordsachsen. Auch die Straßenbahnen in Dresden fuhren ohne Einschränkungen. Die Gewerkschaft fordert vom Arbeitgeberverband Nahverkehr einen höheren Stundenlohn und die Anhebung der Ausbildungsvergütung. Derzeit habe ein Busfahrer laut Gewerkschaft einen Stundenlohn von 12,30 Euro. Gefordert werden 15,66 Euro. Ein erster Warnstreik am 10. April blieb erfolglos, die nächste Verhandlungsrunde ist am kommenden Dienstag.

Von dpa

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